Agrarbiologie (Master)
Auch bekannt als: Agrarbiologe/-biologin · Agricultural scientist (m/f) · Agriculturist (m/f)
Über den Beruf
Agrarbiologen und Agrarbiologinnen untersuchen Böden, Pflanzen und Tiere, um Landwirtschaft und Umwelt besser miteinander zu verbinden. Sie analysieren Nähr- und Schadstoffe, prüfen die Wirksamkeit und Umweltverträglichkeit von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln und begleiten gentechnische Versuche wissenschaftlich. Auf Basis ihrer Messungen erstellen sie ökologische Gutachten, entwickeln Konzepte zur Abfall- und Abwasserbehandlung oder planen Programme zur Tierseuchenbekämpfung. In der Forschung kartieren sie Flora und Fauna, werten Daten mit Geoinformationssystemen aus und veröffentlichen Studien. In Zusammenarbeit mit landwirtschaftlichen Betrieben beraten sie zu artgerechter Tierhaltung, resistenten Sorten oder nachhaltigen Anbauverfahren. Dabei fließen rechtliche und ethische Fragen ebenso ein wie moderne Methoden aus Biotechnologie und Mikrobiologie. Ziel ist es, Erträge zu sichern, Ressourcen zu schonen und die Qualität landwirtschaftlicher Produkte dauerhaft zu verbessern.
Original-Beschreibung (nur zur Prüfung)
Agrarbiologen und Agrarbiologinnen arbeiten in verschiedenen Bereichen. Sie untersuchen Nähr- und Schadstoffe sowie pflanzliche und tierische Produkte. Sie beraten landwirtschaftliche Betriebe in Fragen der Pflanzen- und Tierzucht und erstellen ökologische Gutachten. In der chemisch-pharmazeutischen Industrie entwickeln sie Dünge- und Pflanzenschutzmittel und prüfen deren Umweltverträglichkeit. In der Forschung analysieren sie z.B. landwirtschaftliche Produktionsmethoden, führen Studien durch und veröffentlichen ihre Ergebnisse. In allen Aufgabenbereichen geht es darum, die Qualität der landwirtschaftlichen Produkte zu verbessern und dabei schonend mit Ressourcen wie Wasser, Luft und Boden umzugehen.
Ausführliche Beschreibung lesen
Worum geht es? Agrarbiologen und -biologinnen untersuchen, analysieren und bewerten die Auswirkungen landwirtschaftlicher Produktion auf Organismus und Umwelt und erarbeiten Konzepte zur Verbesserung von Produktionsbedingungen und -methoden. Studien für Landwirtschaft und Umwelt Im Agrarsektor untersuchen Agrarbiologen und -biologinnen z.B. die Umweltverträglichkeit von Pflanzenschutzmitteln oder die Auswirkungen von gen- und biotechnologischen Verfahren oder Schadstoffen auf Pflanzen und Tiere. Sie befassen sich mit artgerechter Tierhaltung oder Bioindikation. Bioindikatoren reagieren in wahrnehmbarer Weise auf Umweltbelastungen. Ihr Vorkommen oder Fehlen erlaubt Rückschlüsse auf die Eigenschaften des jeweiligen Standortes. Auf dem Gebiet der Umweltsicherung steht das Abwenden von negativen Auswirkungen der landwirtschaftlichen Produktion im Mittelpunkt. Dazu führen Agrarbiologen und -biologinnen Umweltprogramme durch, die zum Beispiel Verträglichkeitsprüfungen, Boden-, Wasser- und Luftanalysen, umweltrechtliche und landesplanerische Studien beinhalten. Agrarbiologen und -biologinnen berücksichtigen bei ihrer Arbeit die neuesten Erkenntnisse aus der Ökologie und Biotechnologie und beziehen auch rechtliche und ethische Fragen (z.B. bei der Tierhaltung oder in Fragen der Gentechnik) mit ein. Für Führungspositionen wird häufig ein Masterstudium vorausgesetzt. Wissenschaftliche Forschung und Lehre In den Bereichen Forschung und Entwicklung in der chemischen, pharmazeutischen, biotechnologischen und Lebensmittelindustrie bzw. an Hochschulen oder Forschungseinrichtungen befassen sie sich z.B. mit der Entwicklung und Anwendung neuer Produkte, führen gentechnische Feldversuche durch, z.B. in der Pflanzenproduktion. Sie veröffentlichen die Forschungsergebnisse und machen sie so anderen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen sowie Studierenden zugänglich. Die Agrarbiologie steht in enger Beziehung zu anderen natur- und agrarwissenschaftlichen Disziplinen wie zum Beispiel Fischereibiologie und Gewässerkunde, Mikrobiologie , Toxikologie oder Tiermedizin. Agrarbiologen und -biologinnen pflegen daher den Gedankenaustausch und die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Vertretern anderer Fachdisziplinen. Auf Tagungen und Kongressen referieren sie über Erkenntnisse. Sie halten Vorlesungen und Seminare, betreuen wissenschaftliche Arbeiten und nehmen Prüfungen ab. Für eigenständige wissenschaftliche Tätigkeiten sind i.d.R. ein Masterstudium und eine Promotion erforderlich.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen4
- Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Agrarbiologie
- Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
- Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium
- Ggf. Englischkenntnisse
Passende Studiengänge9
Studienangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Agrarbiologe/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.728 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung und Region kannst du zwischen 3.586 € und 5.924 € verdienen.
Wie sind die Arbeitsbedingungen für Agrarbiologen?
Agrarbiologen tragen Verantwortung für die Einhaltung von Hygiene- und Sicherheitsbestimmungen, um Mensch und Umwelt nicht zu gefährden. Sie arbeiten präzise mit technischen Geräten und führen Feinarbeiten durch. Schutzkleidung ist oft erforderlich, und der Beruf kann sowohl im Labor als auch im Freien stattfinden.
Welche digitalen Skills braucht man als Agrarbiologe/in?
Agrarbiologen nutzen digitale Topografische Karten, Geoinformationssysteme und Drohnentechnik, um ökologische Gutachten zu erstellen und Versuche zu überwachen. Sie arbeiten mit Laborinformationssystemen und nutzen Sensorik, um umwelttechnische und biologische Systeme zu überwachen.
Kann man sich als Agrarbiologe/in selbständig machen?
Agrarbiologen können sich mit Tätigkeiten wie Projektleitung, Beratung und Gutachtertätigkeiten freiberuflich selbständig machen.
Wie sind die Berufsaussichten als Agrarbiologe/in?
Die Berufsaussichten als Agrarbiologe/in sind eher schwierig. Zwar wächst die Beschäftigung bis 2040, jedoch besteht ein geringer Fachkräftemangel. Zudem sind weniger Altersabgänge zu erwarten, wodurch die Konkurrenz unter Bewerbern steigt.
