Allgemeine und vergleichende Kulturwissenschaft (Master)
Über den Beruf
Kulturwissenschaftler/innen erforschen kulturelle Phänomene von der Antike bis zur Gegenwart, vergleichen Rituale, Medien und Werte verschiedener Gesellschaften. Sie analysieren Geschlechterrollen, Mythen und den Einfluss des Medienwandels, veröffentlichen ihre Ergebnisse und diskutieren sie mit Fachkollegen. Im Kultur- und Veranstaltungsmanagement entwickeln sie Konzepte für Festivals oder Stadtfeste, schreiben Programmhefte und koordinieren Abläufe. Sie konzipieren Ausstellungen, wählen Exponate aus und führen Besuchergruppen. In Workshops oder Onlinekursen vermitteln sie Kulturthemen, im Verlag betreuen sie Manuskripte und beraten Autor/innen. Zudem formulieren sie Pressemitteilungen, organisieren Interviews und erstellen digitale Lernmaterialien. Wer in Forschung und Lehre tätig ist, akquiriert Drittmittel, plant Seminare und bewertet Prüfungen. Häufig schließen Kulturwissenschaftler/innen ihre Projekte mit Publikationen, Ausstellungen oder gelungenen Festivals ab.
Original-Beschreibung (nur zur Prüfung)
Kulturwissenschaftler und Kulturwissenschaftlerinnen entwickeln Konzepte für Kultur- und Freizeitveranstaltungen, planen Festivals oder Theaterspielpläne und setzen Projekte im Kultur- und Veranstaltungsmanagement um. In der Medien- und Kulturpädagogik gestalten sie museumspädagogische Angebote oder erstellen Materialien für die praktische Medienarbeit. Im Ausstellungsmanagement bereiten sie Forschungsergebnisse auf und präsentieren sie der Öffentlichkeit. Im Verlagswesen betreuen sie Manuskripte und arbeiten mit Autoren und Autorinnen. Zudem leiten sie Bildungsveranstaltungen, verfassen Pressemitteilungen oder bereiten Pressegespräche vor. In Forschung und Lehre analysieren sie kulturelle Prozesse, veröffentlichen ihre Ergebnisse und unterrichten an Hochschulen.
Ausführliche Beschreibung lesen
Worum geht es? Kulturwissenschaftler/innen beschreiben und analysieren kulturelle Prozesse in unterschiedlichen Kulturräumen von der Antike bis zur Gegenwart. Sie untersuchen symbolische Ordnungen, Geschlechterrollen, Mythen und religiöse Kulte sowie Kunst, Musik und Literatur. Tätig sind sie z.B. im Kunst-, Kultur- oder Ausstellungsmanagement, in der Medien- und Kulturpädagogik, im redaktionellen Bereich oder in Wissenschaft und Lehre. Von Kunst- und Kulturmanagement bis Bildungsarbeit Im Kunst-, Kultur- und Veranstaltungsmanagement entwickeln sie Konzepte für Kultur- und Freizeitveranstaltungen, planen u.a. Theater- oder Filmfestivals, Stadtfeste oder Sportveranstaltungen. Im Bereich Medien- und Kulturpädagogik erarbeiten sie z.B. museumspädagogische Konzepte für Museen und Galerien oder leiten Workshops, in denen sie Besucher auf Theateraufführungen vorbereiten oder Jugendliche und Lehrer hinsichtlich des sicheren Umgangs mit dem Internet schulen. Im Ausstellungsmanagement entwickeln sie Konzepte für Ausstellungen und Führungen, organisieren und kaufen Sammlungsobjekte. In Verlagen betreuen sie Autoren und lektorieren bzw. bearbeiten Manuskripte. Als Journalisten recherchieren sie zu kulturellen, sozial- und kulturhistorischen Themen und verfassen z.B. Fachbeiträge oder Reportagen. Für eine Tätigkeit im Journalismus ist meist zusätzlich zum abgeschlossenen Studium ein Volontariat oder eine praktische journalistische Qualifikation nötig. Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit geht es beispielsweise darum, Pressegespräche und -termine vorzubereiten und Pressemitteilungen zu schreiben. Sind sie in der Erwachsenenbildung tätig, organisieren und leiten sie Vorträge oder Seminare zu Themen aus Bereichen wie Literatur, Theater, Baukunst oder darüber, ob sich Werte oder Riten in unterschiedlichen Kulturen ähneln oder ob sie grundsätzlich voneinander abweichen. Für Führungspositionen wird häufig ein Masterstudium vorausgesetzt. In der wissenschaftlichen Forschung und Lehre Der Gegenstandsbereich der Kulturwissenschaften ist weit: Sie befassen sich mit Kunst, Musik und Literatur, mit Baukultur, Tanz und Theater, mit traditionellen und neuen Medien, Hoch- und Populärkultur. Kulturwissenschaftler/innen untersuchen z.B. die Zusammenhänge von Kultur, Recht und Gesellschaft oder die Grundlagen der Kulturgeschichte. Sie lenken ihren Blick auch auf spezifische Medienkulturen und analysieren z.B., ob und wie durch die dauernde Nutzung elektronischer Medien die Wirklichkeit in anderer Weise wahrgenommen wird als in früheren Zeiten. Im Bereich der Geschlechter- und Familienforschung analysieren sie, wie der Begriff "Familie" in der jeweiligen Gesellschaft konstruiert wird und wie die mit ihr verbundenen materiellen und ideellen Werte tradiert werden. Auch aktuelle Themen werden aufgegriffen, etwa die Frage nach den Erfahrungen von Migranten in Deutschland. Dabei arbeiten Kulturwissenschaftler/innen häufig im Team mit Wissenschaftlern benachbarter Disziplinen zusammen, z.B. aus Politik-, Literatur- und Sprachwissenschaft oder Psychologie, Soziologie, Kommunikationswissenschaft und Ethnologie. Kulturwissenschaftler/innen halten Forschungsergebnisse in Fachartikeln oder Büchern fest und machen diese so anderen Wissenschaftlern sowie Studierenden zugänglich. Auf Tagungen und Kongressen referieren sie über Erkenntnisse. Sie vermitteln in Lehrveranstaltungen Wissen an Studierende, betreuen wissenschaftliche Arbeiten und nehmen Prüfungen ab. Für eigenständige wissenschaftliche Tätigkeiten sind i.d.R. ein Masterstudium und eine Promotion erforderlich.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen4
- Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Allgemeiner und vergleichender Kulturwissenschaft
- Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
- Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium
- Ggf. Englischkenntnisse
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Kulturwissenschaftler/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.631 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung und Region kannst du zwischen 4.491 € und 6.834 € verdienen.
Wie sind die Arbeitsbedingungen für Kulturwissenschaftler/innen?
Kulturwissenschaftler/innen arbeiten häufig in Büroräumen und Unterrichtsräumen, aber auch in Ausstellungsräumen von Museen oder Galerien. Sie haben oft unregelmäßige Arbeitszeiten, insbesondere bei Veranstaltungen am Abend oder Wochenende, und tragen Verantwortung für Personen, wie zum Beispiel Studierende.
Welche digitalen Skills braucht man als Kulturwissenschaftler/in?
Kulturwissenschaftler/innen nutzen verschiedene digitale Tools wie Audio-Mining-Systeme und digitale Tafeln. Sie sind in der Lage, digitale Kulturvermittlung zu betreiben und digitale Sammlungsbestände zu verwalten. Auch das Erstellen von Lehrmaterialien für Blended Learning und die Nutzung von Dokumentenmanagementsystemen sind wichtige Fähigkeiten.
Kann man sich als Kulturwissenschaftler/in selbständig machen?
Ja, Kulturwissenschaftler/innen können sich in Bereichen wie Redaktion, Lektorat, Öffentlichkeitsarbeit sowie Kultur- und Veranstaltungsmanagement freiberuflich betätigen.
Wie sind die Berufsaussichten als Kulturwissenschaftler/in?
Die Berufsaussichten als Kulturwissenschaftler/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040, aber es wird für Arbeitgeber schwieriger, Fachkräfte zu finden, was die Konkurrenz unter Bewerbern langfristig senkt. Aktuell ist der Fachkräftemangel gering, und Stellen werden schnell besetzt, da es weniger Altersabgänge gibt.
