Augenoptik, Optometrie (Bachelor) – Arbeitsumfeld
Studium

Augenoptik, Optometrie (Bachelor)

Auch bekannt als: Ingenieur/in - Augenoptik/Optometrie

BerufsfeldGesundheit & Medizin
Arbeitsortein Verkaufsräumen · in Werk- und Fertigungsstätten · im Labor · in Behandlungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer3-4 Jahre

Über den Beruf

Ingenieure und Ingenieurinnen der Augenoptik und Optometrie beraten Kunden in Augenoptikerfachgeschäften, fertigen individuelle Sehhilfen an und lösen Probleme bei der Augenglasbestimmung. Sie leiten häufig das Fachgeschäft oder die Filiale und schulen Mitarbeiter im Umgang mit augenoptischen Geräten. In der optischen Industrie entwickeln sie Brillenfassungen, Brillengläser, Kontaktlinsen, Lupen sowie optometrische Geräte und Messverfahren. Sie planen und überwachen die Fertigung, leiten Mitarbeiter an und erstellen Qualitätsrichtlinien, zudem erstellen sie Angebote im Vertrieb. In Augenkliniken und Reha-Einrichtungen arbeiten sie mit Augenärzten und Augenärztinnen zusammen und betreuen Patienten bei der Rehabilitation von Sehbehinderungen.

Ausführliche Beschreibung lesen

Worum geht es? Ingenieure und Ingenieurinnen der Augenoptik und Optometrie beraten Kunden bei der Auswahl geeigneter Sehhilfen, stellen diese her oder entwickeln augenoptische Geräte und Hilfsmittel. Daneben planen sie Arbeitsabläufe, sind in der Qualitätssicherung oder im Vertrieb tätig. Augenoptikerhandwerk Im Augenoptikerbetrieb beraten die Ingenieure und Ingenieurinnen Kunden bei der Auswahl von Kontaktlinsen, Brillengläsern und -fassungen und führen optometrische Dienstleistungen durch, d.h., sie stellen Ursachen und Ausmaß einer Fehlsichtigkeit fest. Bei der Auswahl einer Sehhilfe steht die Funktion der Gläser bzw. Linsen im Mittelpunkt: Wird die Brille nur zum Lesen gebraucht, soll sie entspiegelt sein oder getönt, sind Kunststoffgläser sinnvoll? Passt das gewählte Brillengestell auch zu den benötigten Gläsern? Sind diese Fragen geklärt, wählen Ingenieure und Ingenieurinnen der Augenoptik und Optometrie die entsprechenden halbfertigen Gläser aus, prüfen, messen, zentrieren sie, schleifen sie mit meist elektronisch gesteuerten Schleifautomaten und integrieren sie in das ausgewählte Brillengestell. Die Brillenfassungen werden nach Bedarf noch abgeändert, bis sie dem Kunden exakt passen. Ingenieure und Ingenieurinnen der Augenoptik und Optometrie führen auch Sehtests durch, beispielsweise für den Führerscheinantrag. Mithilfe von technischen Geräten ermitteln sie Sehschwächen wie Kurz- oder Weitsichtigkeit und empfehlen ggf., einen Augenarzt bzw. eine Augenärztin aufzusuchen. Wenn Ingenieure und Ingenieurinnen der Augenoptik und Optometrie Augenoptikerfachgeschäfte bzw. Filialbetriebe eigenverantwortlich leiten, kommen weitere Aufgaben hinzu. Beispielsweise organisieren sie die Arbeitsabläufe, schulen die Mitarbeiter/innen in der Anwendung neuer Geräte, etwa zur Sehhilfenbestimmung bzw. zur Bearbeitung der Glasrohlinge, bilden Mitarbeiter/innen aus oder organisieren deren Weiterbildung. In der optischen Industrie In der optischen Industrie arbeiten Ingenieure und Ingenieurinnen der Augenoptik und Optometrie meist an Schnittstellen zwischen Entwicklung, Fertigung und Anwendung. Da sie sowohl über gute Kenntnisse in Konstruktion und Berechnung wie auch in Bestimmung und Anpassung von Sehhilfen verfügen, sind sie für Entwicklungsingenieure und -ingenieurinnen kompetente Ansprechpartner. Sie sind an der (Weiter-)Entwicklung und Fertigung von Sehhilfen, Schutzbrillen, Mess- und Prüfgeräten, Maschinen und sonstigen Geräten für die Augenoptik sowie Optometrie beteiligt und testen Versuchsmuster in der Praxis, um Fehlentwicklungen zu vermeiden. Sie achten dabei insbesondere auf Anwenderfreundlichkeit und wirtschaftliche Arbeitsweise von Maschinen und Geräten, erproben sie und schulen Kunden bzw. die künftigen Anwender. Wenn Ingenieure und Ingenieurinnen der Augenoptik und Optometrie im Produktmanagement tätig sind, koordinieren sie die Arbeit aller beteiligten Abteilungen, beobachten den Markt, werten Bedarfsanalysen und Verkaufszahlen aus und wirken an der Konzeption von Vertriebsstrategien mit. Weitere Einsatzmöglichkeiten Ingenieure und Ingenieurinnen der Augenoptik und Optometrie können auch in Augenkliniken bzw. im Bereich der Rehabilitation tätig werden. Dann arbeiten sie mit Augenärzten und -ärztinnen zusammen und betreuen in ihrem Aufgabengebiet Menschen mit Sehbehinderungen.

Ausbildung & Zugang

BerufstypGrundständiges Studium
AusbildungsartFachhochschule
Dauer3-4 Jahre
Zugangsvoraussetzungen3
  • Fachhochschulreife oder als gleichwertig anerkanntes Zeugnis
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Bei dualen Studiengängen i.d.R. Ausbildungs-, Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit geeignetem Unternehmen (Praxispartner)

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Ingenieur/in der Augenoptik und Optometrie?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.757 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung und Region kannst du zwischen 2.962 € und 4.891 € verdienen.

Welche Schulfächer sind wichtig für das Studium der Augenoptik und Optometrie?

Wichtige Schulfächer sind Mathematik, Chemie, Biologie, Physik, Informatik, Englisch sowie Wirtschaft/Recht.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Ingenieur/in der Augenoptik und Optometrie?

Die Arbeit erfordert Präzisions- und Feinarbeit, oft unter den Augen von Kunden. Es wird mit technischen Geräten und Maschinen gearbeitet, und es gibt regelmäßigen Kundenkontakt. Bildschirmarbeit und Handarbeit sind ebenfalls Teil des Berufsalltags.

Wie sind die Berufsaussichten als Ingenieur/in der Augenoptik und Optometrie?

Die Berufsaussichten sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040, und es besteht ein hoher Fachkräftemangel, was gut für Jobsuchende ist. Die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt bis 2040, obwohl weniger Altersabgänge als in anderen Berufen erwartet werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Ingenieur/in der Augenoptik und Optometrie?

Digitale Skills umfassen den Einsatz von 3-D-Druck und 3-D-Laserscanning, die Nutzung von Apps zur Überwachung von Produktionsprozessen, Augmented-Reality-Visualisierungen und die Entwicklung optischer Prüfsysteme.