Automatisierungstechnik (Master) – Arbeitsumfeld
Studium

Automatisierungstechnik (Master)

Auch bekannt als: Ingenieur/in - Automatisierungstechnik · Automatisierungsingenieur/inIngenieur/in - Elektro-/AutomatisierungstechnikAutomation engineer (m/f) ·

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Büroräumen · in Computerräumen · in Fertigungsstätten, an Produktionsanlagen und in Werkhallen · in Entwicklungs- und Prüflaboratorien · in Besprechungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Studiengänge219

Über den Beruf

Ingenieure und Ingenieurinnen für Automatisierungstechnik planen, entwickeln und realisieren Automatisierungssysteme für Produktionsanlagen, Kraftwerke, Gebäude oder Verkehrswege. Sie begleiten Projekte von der Planung über Montage bis zur Inbetriebnahme und entwickeln Hard- und Softwarekomponenten, sodass alle Systeme reibungslos zusammenarbeiten. In der Qualitätssicherung erstellen sie Prüfverfahren, kontrollieren Ergebnisse und führen Fehleranalysen durch. In der Betriebsorganisation planen sie den Einsatz von Mitarbeitern, überwachen Budgets und leiten Teams. Im Kundenservice und Vertrieb führen sie Schulungen durch, beraten Unternehmen und erstellen Angebote.

Ausführliche Beschreibung lesen

Worum geht es? Ingenieure und Ingenieurinnen für Automatisierungstechnik entwickeln und betreuen Systeme, die technische Prozesse automatisch steuern und regeln. Sie leiten die Montage und Inbetriebnahme und überwachen den Betrieb der Anlagen. Daneben sind sie in Produktentwicklung und Vertrieb, in der technischen Kundenberatung, der Arbeitsvorbereitung und Qualitätssicherung sowie in der Betriebsorganisation tätig. Automatisierungssysteme entwickeln und betreuen Von der Robotik über die Fahrzeugtechnik bis bis hin zu vernetzten Produktionssystemen: Die Ingenieure und Ingenieurinnen lösen komplexe Aufgaben in verschiedenen Bereichen, in denen Automatisierungstechnik zum Einsatz kommt. In der Entwicklungsabteilung erstellen sie Labormuster und Prototypen. Dabei setzen sie auch Bauteile und Werkstoffe im Nanobereich ein. Sie legen die Gesamtkonzeption z.B. für eine Fertigungsanlage fest, berechnen und konstruieren die Anlage, entwickeln und programmieren die nötige Software, z.T. einschließlich komplexer Algorithmen für digital vernetzte Produktionsabläufe. Zudem erstellen sie ein Pflichtenheft, in dem alle Details der Anlage sowie deren Funktionen beschrieben werden. Auch die Materialzufuhr und der Werkstücktransport müssen geplant und aufeinander abgestimmt werden. Wenn es um die Zulassung oder Anerkennung z.B. von Bauteilen und Anlagen der Automatisierungstechnik geht, arbeiten sie auch mit Prüfstellen wie dem VDE -Prüf- und Zertifizierungsinstitut zusammen. Um den Herausforderungen von Industrie 4.0 begegnen zu können, müssen sie zudem in der Lage sein, Prozesse von der Produktidee bis zum Recycling zu begleiten. Prozesse der Verfahrenstechnik automatisieren Während bei der Herstellung von Werkstücken in Betrieben der fertigungstechnischen Industrie der Fokus vor allem auf der Automatisierung von mechanischen Abläufen liegt, beschäftigen sich die Ingenieure und Ingenieurinnen in produzierenden Unternehmen, z.B. in der chemischen, pharmazeutischen oder Lebensmittelindustrie, vorwiegend mit der Steuerung und Regelung von verfahrenstechnischen Anlagen. Ingenieure und Ingenieurinnen für Automatisierungstechnik sind hier vor allem für die Prozessleitsysteme zuständig, die sie konstruieren, montieren, in Betrieb nehmen und betreuen. Auch entwickeln sie Prozessleit- und Diagnosesysteme, die mittels Internettechnologien weltweit steuer- und überwachbar sind. Weitere Einsatzmöglichkeiten Neben der Entwicklung und Realisierung von automatisierten Systemen können Ingenieure und Ingenieurinnen für Automatisierungstechnik auch in den Bereichen Qualitätssicherung, Service und Support sowie Vertrieb, Einkauf und Materialwirtschaft und nicht zuletzt Dokumentation tätig sein. In der Organisation von Projekten im Bereich Infotainment - z.B. für die Integration von elektronischen Einheiten in Kraftfahrzeuge - können sie ebenfalls tätig werden.

Ausbildung & Zugang

Zugangsvoraussetzungen4
  • Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Automatisierungstechnik
  • Bei weiterbildenden Studiengängen mind. 1 Jahr Berufspraxis
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Je nach Hochschule Auswahl z.B. nach Leistungen im ersten Hochschulstudium

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Studienangebote

Technologieanalyse, -engineering und -management Master
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Automatisierungstechnik Master of Education (Berufskollegs)
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Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Ingenieur/in für Automatisierungstechnik?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 6.356 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung und Region kannst du zwischen 5.116 € und {{entgeltQ75}} € verdienen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Ingenieur/in für Automatisierungstechnik?

Ingenieur/innen für Automatisierungstechnik arbeiten häufig mit technischen Geräten und Anlagen und haben Verantwortung für Personen. Sie haben Kundenkontakt im Vertrieb und müssen oft vom Wohnort abwesend sein, um Anlagen beim Kunden zu installieren. Die Arbeit kann unregelmäßige Arbeitszeiten und Schichtarbeit umfassen, besonders in der Fertigung.

Welche digitalen Skills braucht man als Ingenieur/in für Automatisierungstechnik?

Ingenieur/innen für Automatisierungstechnik nutzen digitale Technologien wie 3-D-Druck und 3-D-Simulation. Sie arbeiten an der Integration von 6G-Technologie und entwickeln Apps zur Überwachung von Produktionsprozessen. Auch die Arbeit mit Augmented Reality und automatischen Identifikationssystemen gehört dazu.

Kann man sich als Ingenieur/in für Automatisierungstechnik selbständig machen?

Ja, Ingenieur/innen für Automatisierungstechnik können sich beispielsweise mit einem eigenen Ingenieurbüro selbständig machen. Sie können in den Bereichen Entwicklung, Projektierung, Service oder Konstruktion arbeiten oder als Gutachter/in oder Beratende/r Ingenieur/in tätig sein.

Wie sind die Berufsaussichten als Ingenieur/in für Automatisierungstechnik?

Die Berufsaussichten als Ingenieur/in für Automatisierungstechnik sind ausgeglichen. Es gibt einen hohen Fachkräftemangel, was bedeutet, dass Stellen schwer zu besetzen sind, was gut für Jobsuchende ist. Die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt bis 2040, allerdings schrumpft die Beschäftigung bis dahin. Zudem gibt es weniger Altersabgänge als in anderen Berufen.

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