Batterietechnik (Master) – Arbeitsumfeld
Studium

Batterietechnik (Master)

Auch bekannt als: Ingenieur/in - Batterietechnik · Batterieentwicklungsingenieur/inBatterie Engineer (m/f)Battery Development Engineer (m/f)Battery Systems Engineer (m/f) ·

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Entwicklungs-, Prüf-, Mess- und Testlabors · in Produktionshallen · in Büro- und Besprechungsräumen · beim Kunden · im Homeoffice bzw. mobil
Studiengänge1

Über den Beruf

Ingenieure und Ingenieurinnen für Batterietechnik entwickeln, produzieren und betreiben Batterietechnologien für Geräte, Elektromobilität und Energiespeichersysteme. Sie entwerfen und testen Prototypen, optimieren Fertigungsmethoden und steuern Produktionsprozesse. Außerdem planen und implementieren sie Energiespeichersysteme. Sie befassen sich mit Materialeinsatz, Langlebigkeit von Batterien und Wiederverwertbarkeit der Materialien. Zusätzlich führen sie Weiterbildungen durch und beraten Unternehmen und Behörden zu geeigneten Energiespeichermöglichkeiten.

Ausführliche Beschreibung lesen

Worum geht es? Ingenieure und Ingenieurinnen für Batterietechnik entwickeln und optimieren Energiespeichersysteme für die private und gewerbliche Verwendung bzw. die Elektromobilität, gestalten und steuern Produktionsprozesse oder beraten Unternehmen und Behörden. Die Energiewende mitgestalten Durch den Klimawandel und damit verbunden die Energiewende von fossilen Brennstoffen hin zu einer nachhaltigen und klimafreundlichen Energieversorgung wächst der Bedarf an entsprechenden Speichermöglichkeiten. Auch die Elektromobilität lässt die Nachfrage nach Batteriesystemen ansteigen. Dazu kommt eine unübersehbare Menge an Endgeräten von Hörgeräten, Smartphones oder akkubetriebenen Werkzeugen über die Robotik bis hin zu stationären Großspeichern. Jede Anwendung stellt spezielle Anforderungen an die jeweiligen Batterien, z.B. hinsichtlich der eingesetzten Materialien, der Leistungsfähigkeit, Größe und ihres Gewichts. Außerdem sollen Batterien nachhaltig sein, also möglichst langlebig, ressourcen- und klimaschonend zu produzieren sowie recycelbar. Aufgrund ihrer Kenntnisse in den Bereichen Elektrotechnik, Chemie, Physik, Materialwissenschaft, Metall- und Fertigungstechnik sind Ingenieure und Ingenieurinnen in der Lage, interdisziplinär mit Fachkräften aus anderen Gebieten zusammenzuarbeiten. In Betrieben der Batterieherstellung übernehmen sie Aufgaben entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von der Entwicklung über Produktion, Kundenbetreuung und Inbetriebnahme bis zum Recycling. Sie entwerfen Prototypen, entwickeln und erproben neue Fertigungsmethoden, gestalten und steuern klima- und ressourcenschonende Herstellungsprozesse, führen Messungen und Sicherheitstests durch oder planen umfangreiche Energiespeichersysteme und nehmen sie in Betrieb. Vielfältige Einsatzmöglichkeiten Im Bereich Forschung und Entwicklung befassen sie sich z.B. mit der Konzeption intelligenter Batterien, die in der Lage sind, ihren eigenen Zustand zu überwachen und mit dem übergeordneten Elektrosystem zu kommunizieren. Sie untersuchen Materialien auf ihre Eignung z.B. für den Ladungstransport, erforschen Möglichkeiten, die Leistungsfähigkeit zu steigern oder entwickeln Druckpasten auf der Basis kobaltfreier, wasserlöslicher Materialien. Zudem untersuchen und optimieren sie die Einsatzmöglichkeiten von Wasserstoff in der Batterietechnologie. Ein wichtiges Einsatzgebiet ist die Elektromobilität. Hier geht es u.A. darum, die Leistungsfähigkeit und die Resistenz von Batterien gegen Temperaturschwankungen, Feuchtigkeit, Salz oder Erschütterungen zu vergrößern und gleichzeitig z.B. die Ladezeiten und das Gewicht zu reduzieren. Im Produkt- bzw. Innovationsmanagement sind Ingenieure und Ingenieurinnen für Batterietechnik als Schnittstelle zwischen Kunden und Entwicklung bzw. Produktion tätig. Sie geben Kunden- bzw. Verbrauchermeldungen zu Produkten an die entsprechenden Abteilungen weiter, begleiten ggf. Optimierungsprozesse und betreiben Markt- und Zielgruppenforschung. Aufgrund der knappen Rohstoffvorräte kommt dem Recycling von Energiespeichersystemen immer größere Bedeutung zu. Hier entwickeln Ingenieure und Ingenieurinnen für Batterietechnik Methoden, die Materialien mit umweltschonenden Verfahren zu trennen, wiederwertbare Stoffe ggf. aufzubereiten, in die Produktion zurückzuführen und Nicht-Wiederverwertbares fachgerecht zu entsorgen. Ingenieure und Ingenieurinnen für Batterietechnik können darüber hinaus auch als Berater/innen für Behörden, Privat- bzw. Unternehmenskunden tätig werden. Dann informieren sie z.B. über geeignete Speichertechnologien für Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien oder führen Schulungen bzw. Weiterbildungen für Mitarbeiter/innen durch.

Ausbildung & Zugang

Zugangsvoraussetzungen6
  • Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Elektrotechnik, Chemieingenieurwesen, Umwelttechnik, Materialwissenschaft oder ab 2027 Batterietechnik
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten Hochschulstudium
  • Bei dualem Studium i.d.R. Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit geeignetem Unternehmen (Praxispartner)
  • Ggf. berufspraktische Tätigkeiten
  • Ggf. Englischkenntnisse

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Studienangebote

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Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Ingenieur/in für Batterietechnik?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 6.919 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung und Region kannst du zwischen 5.591 € und {{entgeltQ75}} € verdienen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Ingenieur/in für Batterietechnik?

Ingenieur/innen für Batterietechnik arbeiten in verschiedenen Umgebungen, darunter Labore, Produktionshallen und Büros. Sie übernehmen Verantwortung für Personen und müssen häufig reisen, um Energiespeichersysteme vor Ort in Betrieb zu nehmen. Zudem ist die Arbeit mit technischen Geräten und die Einhaltung vielfältiger Vorschriften ein wichtiger Bestandteil ihrer Tätigkeit.

Welche digitalen Skills braucht man als Ingenieur/in für Batterietechnik?

Ingenieur/innen für Batterietechnik nutzen digitale Technologien wie 3-D-Druck und 3-D-Simulationen, um Prototypen zu entwickeln und zu testen. Sie verwenden Apps zur Überwachung von Produktionsprozessen und setzen digitale Zwillinge ein, um Batterien virtuell in Betrieb zu nehmen und zu testen.

Kann man sich als Ingenieur/in für Batterietechnik selbständig machen?

Ingenieur/innen für Batterietechnik haben die Möglichkeit, sich selbständig zu machen, beispielsweise durch die Gründung eines Unternehmens für Beratungsdienstleistungen im Bereich Batterietechnik oder als Gutachter/in und Sachverständige/r.

Wie sind die Berufsaussichten als Ingenieur/in für Batterietechnik?

Die Berufsaussichten als Ingenieur/in für Batterietechnik sind ausgeglichen. Es gibt einen hohen Fachkräftemangel, was gut für Jobsuchende ist, und viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch Stellen frei werden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es für Ingenieur/innen in der Batterietechnik?

Ingenieur/innen in der Batterietechnik können sich in verschiedenen Bereichen weiterentwickeln, darunter Elektromobilität, Elektrotechnik, Energietechnik und erneuerbare Energien. Weiterführende Studiengänge bieten zusätzliche Spezialisierungsmöglichkeiten.

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