Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Nephrologie – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Nephrologie

Auch bekannt als: Nephrologe/Nephrologin · Nephrologist (m/f)

BerufsfeldGesundheit & Medizin
Arbeitsortein Untersuchungs- und Behandlungsräumen · in Patientenzimmern · in Büroräumen · in Labors (z.B. bei Forschungsvorhaben) · in Hörsälen oder Unterrichtsräumen (bei Lehrtätigkeit)
Dauer6 Jahre
Offene Stellen5.380

Über den Beruf

Fachärzte und Fachärztinnen für innere Medizin und Nephrologie befassen sich mit Nierenerkrankungen und deren Folgen, z.B. Bluthochdruck. Nach der Anamnese und einer körperlichen Untersuchung entscheiden sie über weitere diagnostische Maßnahmen. Sie veranlassen z.B. Laboruntersuchungen von Blut- und Urinproben oder wenden bildgebende Verfahren wie Sonografie oder Echokardiografie an. Auf Basis der Untersuchungsergebnisse leiten sie Behandlungen ein. Sie verabreichen Medikamente, zertrümmern Nierensteine mithilfe von Stoßwellen und beraten über die richtige Ernährung, Flüssigkeitszufuhr und Lebensweise. Zusätzlich übernehmen sie organisatorische Aufgaben, dokumentieren Behandlungen, erstellen Gutachten und überwachen die Leistungsabrechnung.

Ausführliche Beschreibung lesen

Worum geht es? Fachärzte und -ärztinnen für innere Medizin und Nephrologie diagnostizieren und behandeln Nieren- und Bluthochdruckerkrankungen. Anamnese und Diagnose Zunächst führen sie eingehende Gespräche mit den Patienten über deren Beschwerden, Krankheitsgeschichten, Lebens- und Ernährungsgewohnheiten. Daran schließt sich eine körperliche Untersuchung an. Unter Umständen geben bestimmte Krankheitsbilder Hinweise auf Nierenschädigungen bzw. -erkrankungen, z.B. Bluthochdruck, oder es liegen Risikofaktoren wie Diabetes vor. Zur Erhärtung ihres Anfangsverdachts veranlassen sie die Analyse von Blut- oder Urinproben hinsichtlich Stoffen, deren Vorkommen und Menge Anzeichen für Nierenschäden sind. Auch bildgebende Verfahren kommen zum Einsatz, z.B. Ultraschall- oder echokardiografische Untersuchungen. Anhand der Untersuchungsergebnisse erarbeiten sie eine Diagnose und beraten die Patienten über die weitere Behandlung. Therapie Fachärzte und -ärztinnen für innere Medizin und Nephrologie behandeln mit konservativen Mitteln bzw. Methoden. Beispielsweise verordnen sie Medikamente zum Auflösen von Nierensteinen, zum Regulieren des Blutdrucks, zur Wiederherstellung des Säure-Basen-Gleichgewichts, zum Ausgleich eines gestörten Calcium- und Phosphathaushalts oder zur Unterdrückung immunologischer Vorgänge. Größere Nierensteine zertrümmern sie mithilfe von Stoßwellen. In einigen Fällen, z.B. bei Erkrankung des kompletten Urogenitalsystems oder Systemerkrankungen, die auch zu Nierenschäden führen können, wie etwa Diabetes, arbeiten sie interdisziplinär mit Fachärzten und -ärztinnen aus anderen Gebieten zusammen. Prävention und Beratung Zur Vorbeugung oder Früherkennung von Nierenschäden veranlassen Fachärzte und -ärztinnen für innere Medizin und Nephrologie beispielsweise die regelmäßige Messung von Urineiweiß oder der Anzahl roter Blutkörperchen und untersuchen ihre Patienten auf Anzeichen von Nierenfunktionsstörungen, wie z.B. Wassereinlagerungen (Ödeme). Sie beraten ihre Patienten über die richtige Ernährung, insbesondere auch hinsichtlich der Flüssigkeitsaufnahme, und Lebensweise, um Erkrankungen vorzubeugen oder Symptome und Krankheitsverläufe positiv zu beeinflussen. Verwaltungsarbeiten Einen nicht unerheblichen Teil ihrer Arbeitszeit nehmen verwaltende Arbeiten ein: Ärztliche Gutachten sind zu erstellen, Krankenberichte zu verfassen und Leistungen zu dokumentieren. Fachärzte und -ärztinnen mit eigener Praxis haben außerdem die damit verbundenen kaufmännischen und verwaltenden Tätigkeiten zu erledigen. Eine wichtige Aufgabe ist auch die Anleitung und Ausbildung des ärztlichen Nachwuchses sowie des Krankenpflege- oder Praxispersonals.

Ausbildung & Zugang

BerufstypStudienberuf (nach Weiterbildung): Facharzt/Fachärztin
AusbildungsartWeiterbildung nach Regelungen der Landesärztekammern
Dauer6 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Approbation als Arzt/Ärztin oder Erlaubnis zur Berufsausübung

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und NephrologieAktueller Beruf

Häufige Fragen

Was macht ein/e Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Nephrologie?

Fachärzte und Fachärztinnen für innere Medizin und Nephrologie befassen sich mit Nierenerkrankungen und deren Folgen, z.B. Bluthochdruck. Nach der Anamnese und einer körperlichen Untersuchung entscheiden sie über weitere diagnostische Maßnahmen. Sie veranlassen z.B.

Wie lange dauert die Ausbildung zum/zur Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Nephrologie?

Die Ausbildung zum/zur Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Nephrologie dauert 6 Jahre.

Welche Voraussetzungen braucht man für den Beruf Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Nephrologie?

Die Zulassung zur Weiterbildung setzt die Approbation als Arzt bzw. Ärztin voraus. Auch eine Erlaubnis zur Ausübung des ärztlichen Berufes ermöglicht die Teilnahme.

Welche Schulfächer sind wichtig für Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Nephrologie?

Wichtige Schulfächer für angehende Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Nephrologie: Einsatz von Medizintechnik (um Untersuchungen mittels Sonografie oder Echokardiografie durchzuführen. Wahlfach: z.B. Bildgebende Diagnostik), Pharmakologie (um Einsatzmöglichkeiten, Neben- und Wechselwirkungen von Arzneimitteln zur Therapie von Erkrankungen der Nieren, Nebennieren und des Urogenitaltrakts zu kennen. Wahlfach: z.B. Pharmakologie/ Toxikologie), Notfallmedizin (um in medizinischen Notfallsituationen (z.B. bei Kreislaufversagen) angemessen reagieren zu können. Wahlfach: z.B. Notfallmedizin), Psychologie (um mit Patienten/Patientinnen und Angehörigen ärztliche Diagnosen zu besprechen. Wahlfächer: z.B. ärztliche Gesprächsführung, interkulturelle Kompetenz).

Wie sind die Berufsaussichten als Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Nephrologie?

Die Berufsaussichten als Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Nephrologie sind gut. Derzeit sind rund 5.415 Stellen ausgeschrieben.

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