Geoökologe/Geoökologin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Geoökologe/Geoökologin

Auch bekannt als: Geoecologist (m/f)

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Büroräumen · in Labors · im Freien · in Besprechungs- und Schulungsräumen · in Seminarräumen sowie Hörsälen · im Homeoffice bzw. mobil
Offene Stellen29

Über den Beruf

Geoökologen und Geoökologinnen arbeiten z.B. im Umweltschutz, in der Abfallwirtschaft, Agrar- und Forstwirtschaft oder in der Landesplanung. Sie untersuchen die Folgen menschlicher Eingriffe in Boden, Wasser und Atmosphäre . Dazu analysieren sie z.B. Wechselwirkungen der Energie- und Stoffkreisläufe zwischen verschiedenen Ökosystembestandteilen. Sie entwickeln Konzepte, um Umweltbelastungen zu vermeiden und Lebensräume wiederherzustellen. Sie nehmen Proben und analysieren sie im Labor und können so Auswirkungen chemischer Stoffe auf Tiere, Pflanzen und Menschen abschätzen. Außerdem sind sie in der Umweltberatung und -erziehung tätig, erstellen Gutachten und unterstützen z.B. Gesetzesentwürfe mit ihrem Fachwissen.

Ausführliche Beschreibung lesen

Worum geht es? Geoökologen und -ökologinnen untersuchen die Einwirkung des Menschen auf Ökosysteme und erarbeiten daraus Konzepte für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur. Querschnittsorientierter Umweltschutz Die Arbeitsfelder der Geoökologen und -ökologinnen reichen von Umweltanalytik (Wasser, Luft, Boden, Lebensmittel) über Abfall- und Wasserwirtschaft sowie Altlastensanierung bis hin zu Landschaftsplanung, Öko- Audit und Umwelt- und Ressourcenmanagement. Sie verfügen über ein prozessorientiertes Verständnis von Ökosystemen samt ihren Wechselwirkungen zwischen Geo- und Biosphäre sowie Kenntnisse über die Methoden eines nachhaltigen Umweltmanagements wie Monitoring , Nutzung, Schutz und Sanierung. Aufgrund ihrer querschnittsorientierten Ausbildung sind Geoökologen und -ökologinnen oft in Schnittstellenfunktionen tätig. Analyse und Planung Geoökologen und -ökologinnen analysieren Probleme, die durch menschliche Eingriffe in die Natur entstehen, sei es in Städten, auf land- oder forstwirtschaftlich genutzten Flächen, in Gewässern oder in der Luft. Sie untersuchen die Umweltmedien Boden, Wasser, Luft und Pflanze und wenden bei der Analyse ihr Wissen über das Zusammenwirken der darin enthaltenen natürlichen wie auch der von Menschen gemachten Stoffe an. Bei der Untersuchung von Stoff- und Energiekreisläufen erfassen sie zunächst den aktuellen Zustand, indem sie z.B. Landschaftsformen kartieren oder Boden- und Vegetationsmonitoring durchführen. Diese Daten werden meist mithilfe von Geoinformationssystemen erhoben bzw. in diese eingearbeitet. Im Labor analysieren sie die entnommenen Boden-, Luft- und Wasserproben. Da viele Prozesse in der Natur großflächig und zum Teil auch sehr langsam ablaufen, führen Geoökologen und -ökologinnen Laborversuche im kleinen Maßstab durch oder entwickeln mathematische Modelle, die Naturvorgänge simulieren können. Anhand der Ergebnisse ihrer Untersuchungen entwickeln Geoökologen und -ökologinnen Konzepte für einen verantwortungsvollen Umgang z.B. mit chemischen Stoffgruppen. Ziel ist es, Umweltbelastungen zu vermeiden, Abwasser, Boden und Luft zu sanieren sowie zu erhalten oder wieder herzustellen. Geoökologen und -ökologinnen schätzen auch die weitere Entwicklung von Ökosystemen ab und erstellen Pläne zur Gestaltung von Landschaften. Bei Natur- und Umweltschutzbehörden oder in Ingenieurbüros verfassen sie Gutachten und Ökobilanzen, führen Umweltverträglichkeitsprüfungen durch, sorgen für die Einhaltung von umweltschutzrelevanten Vorschriften (z.B. Emissions- und Immissionsschutz) und arbeiten an Gesetzentwürfen und Verordnungen im Bereich Umweltschutz mit. Gegebenenfalls vertreten sie planerische Belange in Entscheidungsgremien und insbesondere in Bürgerversammlungen. Ebenso erarbeiten sie umweltpolitische Konzepte für Parteien und Umweltverbände, beraten in ökologischen Fragen und führen Maßnahmen der Umweltbildung durch. Für Führungspositionen wird häufig ein Masterstudium vorausgesetzt. Forschung und Lehre An Hochschulen oder in Forschungsinstituten wirken Geoökologen und -ökologinnen u.a. an Forschungsprojekten mit. Auf Tagungen und Kongressen referieren sie über ihre Erkenntnisse. Für den Lehrbetrieb konzipieren sie Vorlesungen und bereiten Seminare, Exkursionen oder Praktika vor und erarbeiten Lehrmaterialien. Für eigenständige wissenschaftliche Tätigkeiten sind i.d.R. ein Masterstudium und eine Promotion erforderlich.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für den Einstieg ist i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Geoökologie erforderlich. Für Führungspositionen oder besonders spezialisierte Aufgaben wird meist ein Masterstudium erwartet. In Wissenschaft und Forschung sind häufig eine Promotion, je nach Fachrichtung z.B. mit dem Abschluss Dr. phil., oder eine Habilitation notwendig.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was macht ein/e Geoökologe/Geoökologin?

Geoökologen und Geoökologinnen arbeiten z.B. im Umweltschutz, in der Abfallwirtschaft, Agrar- und Forstwirtschaft oder in der Landesplanung. Sie untersuchen die Folgen menschlicher Eingriffe in Boden, Wasser und Atmosphäre . Dazu analysieren sie z.B.

Was verdient ein/e Geoökologe/Geoökologin?

Als Geoökologe/Geoökologin liegt das Gehalt in Deutschland typischerweise bei 5.348 € brutto im Monat. Die meisten verdienen zwischen 4.485 € und 6.702 € brutto im Monat.

Wie sind die Berufsaussichten als Geoökologe/Geoökologin?

Die Berufsaussichten als Geoökologe/Geoökologin sind ausgeglichen. Aktuell gibt es 30 offene Stellenangebote.

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