Lebensmittelchemie (Bachelor, ohne Staatsexamen) – Arbeitsumfeld
Studium

Lebensmittelchemie (Bachelor, ohne Staatsexamen)

Auch bekannt als: Lebensmittelchemiker/in · Diplomlebensmittelchemiker/ Diplomlebensmittelchemikerin (Uni) · Food chemist (m/f)

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Labors · in Fertigungshallen · in Büro-, Besprechungs- und Schulungsräumen · in Hörsälen und Seminarräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer3-4 Jahre
Studiengänge22

Über den Beruf

Lebensmittelchemiker und Lebensmittelchemikerinnen analysieren Rohstoffe und Produkte, prüfen deren Eignung für den Verzehr und kontrollieren sie auf Schadstoffe. In der Lebensmittelindustrie entwickeln sie Herstellungsverfahren, steuern Produktionsabläufe und sichern die Produktqualität. Darüber hinaus überwachen sie in Behörden die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben im Lebensmittelbereich. Häufig beraten sie Verbrauchende, Unternehmen oder Institutionen zu Fragen der Lebensmittelsicherheit. In der Forschung entwickeln sie neue Analyseverfahren, verbessern bestehende Methoden und veröffentlichen ihre Ergebnisse. An Hochschulen lehren sie, betreuen Studierende und führen Prüfungen durch.

Ausführliche Beschreibung lesen

Worum geht es? Lebensmittelchemiker/innen untersuchen und bewerten die chemische Zusammensetzung von Lebensmitteln und Gebrauchsgegenständen sowie die Wechselwirkungen ihrer Inhaltsstoffe. Daneben sind sie in Wissenschaft und Lehre tätig, in der Entwicklung, der Qualitätssicherung oder im Beratungswesen. Analyse, Forschung und Lehre Die Lebensmittelchemie ist eine spezielle Disziplin der Chemie, die auch Erkenntnisse und Methoden der Biochemie, Mikrobiologie , Toxikologie , Lebensmitteltechnologie sowie der Ernährungswissenschaft umfasst. In den Bereichen Forschung und Entwicklung in der Nahrungs- und Genussmittelindustrie, an Hochschulen oder Forschungseinrichtungen entwickeln oder optimieren Lebensmittelchemiker/innen Methoden zur Untersuchung von Lebensmitteln, Körperpflegeartikeln, Verpackungs-, Wasch- und Reinigungsmitteln, Geschirr, Spielwaren, Anlagen und Maschinen der Lebensmittelproduktion. Sie analysieren z.B. die Reinheit und Herkunft von Lebensmitteln, beurteilen technologische und umweltbedingte Einwirkungen, überprüfen Art, Reinheit und Wirkungsweise von Zusatzstoffen, weisen Verfälschungen nach und spüren gesundheitlich bedenkliche Stoffe auf. Die Forschungsergebnisse halten sie in Veröffentlichungen fest und machen sie so anderen Wissenschaftlern sowie Studierenden zugänglich. Auf Tagungen und Kongressen referieren sie über Erkenntnisse. Sie halten Vorlesungen und Seminare, betreuen wissenschaftliche Arbeiten und nehmen Prüfungen ab. Für eigenständige wissenschaftliche Tätigkeiten sind i.d.R. ein Masterstudium und eine Promotion erforderlich. Von Verfahrenstechnik bis Verbraucherschutz Lebensmittelchemiker/innen, die in der Verfahrensentwicklung und Anwendungstechnik tätig sind, übertragen Forschungsergebnisse aus Laborversuchen auf den Betriebsmaßstab. Bei diesem sogenannten Scale-up suchen sie nach technisch realisierbaren, wirtschaftlichen und umweltverträglichen Herstellungswegen für neue Produkte und testen die Ergebnisse aus dem Entwicklungslabor unter Praxisbedingungen. Zusammen mit Verfahrensingenieuren und -ingenieurinnen oder Technikern und Technikerinnen entwickeln sie spezielle Apparaturen für die Produktion. Sie planen die Arbeitsabläufe in der Produktionshalle, analysieren und optimieren Prozesse und führen Mitarbeiter/innen. Die Produktqualität stellen sie z.B. durch begleitende Laboranalysen des Rohmaterials sowie der Zwischen- und Endprodukte sicher. Von besonderer Bedeutung sind auch die Umweltanalytik, die Untersuchung der Einflüsse von Umweltfaktoren auf die Zusammensetzung und Beschaffenheit von Lebensmitteln und der Nachweis von Rückständen und Verunreinigungen. Mithilfe analytischer Methoden dokumentieren Lebensmittelchemiker/innen die Wege, auf denen solche Stoffe in die Umwelt und dadurch in die Nahrung gelangen. Sie klären die Zusammenhänge auf und leiten entsprechende Gegenmaßnahmen ein. So bewahren sie die Verbraucher vor gesundheitlichen Risiken, Irreführung und Täuschung und geben den Herstellern Maßstäbe zur Optimierung der Produktqualität an die Hand. Ihre Tätigkeiten basieren auf gesetzlichen Vorgaben, z.B. den Bestimmungen des Lebensmittelrechts, auch und vor allem in der amtlichen Lebensmittelüberwachung. Hier führen sie auch Betriebskontrollen durch und sind ggf. an der Entwicklung gesetzlicher Normen und Richtlinien beteiligt. Vor Gericht können sie als Gutachter/innen auftreten. Für eine Tätigkeit im öffentlichen Dienst ist die Zweite Staatsprüfung Voraussetzung. Eine Tätigkeit als private/r Gegenprobensachverständige/r bedarf der Zulassung durch die zuständigen Landesbehörden. Für Führungspositionen wird häufig ein Masterstudium vorausgesetzt.

Ausbildung & Zugang

BerufstypGrundständiges Studium
AusbildungsartUniversität
Dauer3-4 Jahre
Zugangsvoraussetzungen2
  • Allgemeine oder ggf. fachgebundene Hochschulreife oder als gleichwertig anerkanntes Zeugnis
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren

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Studienangebote

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Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was macht ein/e Lebensmittelchemie (Bachelor, ohne Staatsexamen)?

Lebensmittelchemiker und Lebensmittelchemikerinnen analysieren Rohstoffe und Produkte, prüfen deren Eignung für den Verzehr und kontrollieren sie auf Schadstoffe. In der Lebensmittelindustrie entwickeln sie Herstellungsverfahren, steuern Produktionsabläufe und sichern die Produktqualität.

Was verdient ein/e Lebensmittelchemie (Bachelor, ohne Staatsexamen)?

Als Lebensmittelchemie (Bachelor, ohne Staatsexamen) liegt das Gehalt in Deutschland typischerweise bei 5.601 € brutto im Monat. Die meisten verdienen zwischen 4.609 € und 6.712 € brutto im Monat.

Wie lange dauert das Studium zum/zur Lebensmittelchemie (Bachelor, ohne Staatsexamen)?

Das Studium zum/zur Lebensmittelchemie (Bachelor, ohne Staatsexamen) dauert 3-4 Jahre.

Welche Voraussetzungen braucht man für den Beruf Lebensmittelchemie (Bachelor, ohne Staatsexamen)?

Voraussetzung für das Studium an Universitäten und gleichgestellten Hochschulen ist die allgemeine oder ggf. die fachgebundene Hochschulreife oder ein von der zuständigen Stelle des Bundeslandes (z.B. Kultusministerium) als gleichwertig anerkanntes Zeugnis.

Welche Schulfächer sind wichtig für Lebensmittelchemie (Bachelor, ohne Staatsexamen)?

Wichtige Schulfächer für angehende Lebensmittelchemie (Bachelor, ohne Staatsexamen): Chemie (bildet die Grundlage für viele Studieninhalte, z.B. Organische und Anorganische , Analytische Chemie oder Biochemie), Biologie und Physik (um Studieninhalte wie Biochemie, Mikrobiologie , Physikalische Chemie sowie Untersuchungs- und Messverfahren leichter zu verstehen), Mathematik (um mit anwendungsbezogener Mathematik wie Differential-, Integral-, Infinitesimal- und Vektorrechnung sowie statistischen Methoden sicher umgehen zu können), Englisch (um Fachliteratur nutzen zu können, die es häufig nur auf Englisch gibt), Latein (um die Fachterminologie leichter zu verstehen, die sich häufig vom Lateinischen ableitet).

Wie sind die Berufsaussichten als Lebensmittelchemie (Bachelor, ohne Staatsexamen)?

Die Berufsaussichten als Lebensmittelchemie (Bachelor, ohne Staatsexamen) sind ausgeglichen. Aktuell gibt es 81 offene Stellenangebote.

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