Meeresbiologe/Meeresbiologin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Meeresbiologe/Meeresbiologin

Auch bekannt als: Marine biologist (m/f)

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Labors · in Büro- und Besprechungsräumen · in Hörsälen und Seminarräumen · in Fertigungshallen · auf Forschungsschiffen · im Freien · im Homeoffice bzw. mobil
Offene Stellen4

Über den Beruf

Meeresbiologen und Meeresbiologinnen können in unterschiedlichen Bereichen arbeiten. In der wissenschaftlichen Forschung beschäftigen sie sich mit Themen wie Überfischung, Meeresverschmutzung und Auswirkungen der globalen Erwärmung und des Klimawandels. Sie unterrichten auch an Hochschulen , betreuen Studierende und übernehmen weitere Aufgaben, die zur wissenschaftlichen Lehre gehören. Eigenständige wissenschaftliche Tätigkeiten eröffnen sich i.d.R. erst nach einem Masterstudium und einer Promotion . Darüber hinaus können Meeresbiologen und Meeresbiologinnen z.B. in der chemischen und pharmazeutischen Industrie sowie für Umweltbehörden oder Forschungsanstalten der Fischerei arbeiten. Sie können bei geplanten Bauvorhaben oder Aquakulturen im Küsten- und Meeresbereich beraten oder als Gutachter bzw. Gutachterinnen tätig sein, z.B. auf dem Gebiet der Umweltanalytik.

Ausführliche Beschreibung lesen

Worum geht es? Meeresbiologen und -biologinnen analysieren und erforschen Strukturen und Vorgänge bei Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen in maritimen Lebensräumen. Sie sind in Wissenschaft und Lehre tätig, in der Produktentwicklung, im Umweltschutz oder als Gutachter/innen. Wissenschaft und Lehre An Hochschulen oder in Forschungsinstituten befassen sich Meeresbiologen und -biologinnen z.B. mit den Folgen von Überfischung und Aquakultur auf die Umwelt oder mit der Gewinnung von Wirkstoffen aus maritimen Organismen wie Algen, Bakterien und Meerestieren. Oder sie untersuchen Art, Anzahl, Zustand und Verhalten von Tier- und Pflanzenarten in bestimmten Meeresregionen bzw. das Wanderverhalten und die Wanderrouten bestimmter Tierarten in den Weltmeeren. In der Feldforschung sind sie dabei z.T. auf Forschungsschiffen tätig. Für das Einsammeln von Proben werden U-Boote oder Tauchroboter eingesetzt. Meeresbiologen zählen, vermessen, fotografieren und katalogisieren ihre Funde. Im Büro werten sie ihre Fotografien und Daten sowie ggf. Satellitenfotografien aus. Analysen der Wasserzusammensetzung, -reinheit und -qualität führen sie im Labor durch. Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichen Meeresbiologen und -biologinnen und machen sie so anderen Wissenschaftlern sowie Studierenden zugänglich. Auf Tagungen und Kongressen referieren sie über Erkenntnisse. Sie halten Vorlesungen und Seminare, betreuen wissenschaftliche Arbeiten und nehmen Prüfungen ab. Für eigenständige wissenschaftliche Tätigkeiten sind i.d.R. ein Masterstudium und eine Promotion erforderlich. Entwicklung und Produktion In der kommerziellen Forschung untersuchen sie z.B. maritime Naturstoffe, analysieren deren Bestandteile und Eigenschaften und prüfen ihre Eignung als Wirkstoffe z.B. in Arzneimitteln, Kosmetika, Nahrungsergänzungs- oder Lebensmitteln. In der Entwicklung übertragen sie Forschungsergebnisse auf den Betriebsmaßstab. Bei diesem sogenannten Scale-up suchen sie nach technisch realisierbaren, wirtschaftlichen und umweltverträglichen Herstellungswegen für neue Produkte und testen die Ergebnisse aus dem Entwicklungslabor unter Praxisbedingungen. Wenn sie Aufgaben in der Validierung übernehmen, stellen sie sicher, dass Produktionsanlagen, Geräte, Analysemethoden und alle Herstellungsschritte jederzeit den geforderten Qualitätsstandards entsprechen. Sie entwickeln Fertigungsverfahren, planen und überwachen Fertigungsprozesse, übernehmen Aufgaben im Produktmanagement, im Vertrieb oder im Patentwesen. Für Führungspositionen wird häufig ein Masterstudium vorausgesetzt. Beratung und Umweltschutz Im Auftrag von Umweltbehörden oder der Fischerei überwachen sie z.B. Fischbestände, analysieren die Schadstoffbelastung von Fanggewässern und Fischen und beraten ggf. die Behörden zur Ausweisung von Schutzgebieten für bedrohte Fischarten. Sie erstellen Konzepte zur nachhaltigen Aquakultur, z.B. zu Lachs- oder Muschelfarmen, überwachen Aquakulturen und untersuchen deren Auswirkungen auf die Umwelt, z.B. hinsichtlich der Belastung durch Medikamente. Bei Bauvorhaben im Küsten- oder Meeresbereich erstellen sie Umweltverträglichkeitsgutachten.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für den Zugang wird ein abgeschlossenes Studium in Meeresbiologie oder Biologie verlangt. Für Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben ist meist ein Masterstudium erforderlich. In Wissenschaft und Forschung wird häufig eine Promotion, je nach Fachrichtung z.B. als Dr. phil., vorausgesetzt; für eine Professur an Hochschulen kann außerdem eine Habilitation nötig sein.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

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Häufige Fragen

Was macht ein/e Meeresbiologe/Meeresbiologin?

Meeresbiologen und Meeresbiologinnen können in unterschiedlichen Bereichen arbeiten. In der wissenschaftlichen Forschung beschäftigen sie sich mit Themen wie Überfischung, Meeresverschmutzung und Auswirkungen der globalen Erwärmung und des Klimawandels.

Was verdient ein/e Meeresbiologe/Meeresbiologin?

Als Meeresbiologe/Meeresbiologin liegt das Gehalt in Deutschland typischerweise bei 4.728 € brutto im Monat. Die meisten verdienen zwischen 3.586 € und 5.924 € brutto im Monat.

Wie sind die Berufsaussichten als Meeresbiologe/Meeresbiologin?

Die Berufsaussichten als Meeresbiologe/Meeresbiologin sind eher schwierig.

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