Mikrotechnik, Mikrosystemtechnik (Bachelor) – Arbeitsumfeld
Studium

Mikrotechnik, Mikrosystemtechnik (Bachelor)

Auch bekannt als: Ingenieur/in - Mikrosystemtechnik · Diplom Ingenieur (Uni)/ Diplom Ingenieurin (Uni) - Fachrichtung Mikroelektronik

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Büroräumen · in Forschungs- und Entwicklungslabors, Mess- und Versuchsräumen · in Produktions- und Fertigungsstätten · in Reinräumen · in Besprechungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer3-4 Jahre

Über den Beruf

Ingenieure und Ingenieurinnen der Mikrosystemtechnik konzipieren Geräte, Anlagen und Prozesse für sehr kleine technische Systeme und Technologien. Sie integrieren elektronische, mechanische und optische Bauteile in Systeme, z.B. Speicherelemente von Chipkarten oder Solarzellen. Die Systeme erfassen und verarbeiten Daten oder führen Aktionen aus. Ihre Entwicklungen übertragen sie in die industrielle Fertigung, wo sie Produktionsabläufe überwachen und optimieren. Die Herstellung der Mikrochips, Solarzellen oder Sensoren erfordert höchste Präzision. Daneben übernehmen sie die Qualitätssicherung, beraten Unternehmen und erstellen Angebote für Kunden und Kundinnen.

Ausführliche Beschreibung lesen

Worum geht es? Ingenieure und Ingenieurinnen der Mikrosystemtechnik entwickeln und fertigen Geräte und Systeme, die elektronische, mechanische und optische Funktionen auf kleinstem Raum integrieren. Daneben sind sie unter anderem in der Produktionsplanung und -steuerung, der Qualitätssicherung, im Kundenservice oder im Vertrieb tätig. Entwicklung Ingenieure und Ingenieurinnen der Mikrosystemtechnik entwickeln Systeme, die selbstständig auf ihre Umwelt reagieren können. Registriert der Sensor am Mikrochip eines Airbags einen Aufprall, verarbeitet er dieses Signal elektrisch weiter, misst es, wertet das Ergebnis aus und steuert dann den Aktor an, der den Airbag auslöst. Die Ingenieure und Ingenieurinnen suchen in Forschung und Entwicklung nach Möglichkeiten, das Potenzial der Mikrosystemtechnik bestmöglich anzuwenden. Dabei werden sie von CAD-Technik unterstützt. Soll beispielsweise ein neues Navigationssystem entwickelt werden, führen sie Versuche durch und entwickeln Simulationsmodelle, Pläne und Prototypen. Produktion In den Herstellerbetrieben der Mikrosystemtechnik sorgen die Ingenieure und Ingenieurinnen für einen reibungslosen Produktionsablauf. Sie planen den Mitarbeitereinsatz, steuern die Fertigungs- und Montageeinrichtungen und optimieren die Herstellung. Grundlage für die Produktion von Mikrochips und Solarzellen sind kreisrunde Siliziumscheiben, sogenannte Wafer , auf die z.B. fotoempfindliche Lacke aufgetragen oder Leiterbahnen geätzt werden. Ingenieure und Ingenieurinnen der Mikrosystemtechnik überprüfen jeden Produktionsschritt, denn Fehler auf dem Wafer pflanzen sich schnell fort und führen zu Ausfällen. Mit dem Rasterelektronenmikroskop, aber auch mit spektroskopischen oder thermoelektrischen Verfahren können sie die einzelnen Bestandteile auf dem Wafer genauestens unter die Lupe nehmen. Da schon kleinste Staubkörnchen Schaden an den hochempfindlichen Chips anrichten können, finden diese Arbeiten im Reinraum in staubfreier Luft statt. Weitere Einsatzmöglichkeiten Darüber hinaus können Ingenieure und Ingenieurinnen der Mikrosystemtechnik im Vertrieb oder in der technischen Beratung tätig sein. Hier beraten sie Kunden bei der Anschaffung von Produkten der Mikrosystemtechnik und führen sie in die Anwendung neuer Systeme ein. Sie erstellen Angebote und unterbreiten diese dem Kunden.

Ausbildung & Zugang

BerufstypGrundständiges Studium
AusbildungsartUniversität, Fachhochschule
Dauer3-4 Jahre
Zugangsvoraussetzungen5
  • Hochschulreife, ggf. fachgebundene Hochschulreife, oder Fachhochschulreife
  • Oder als gleichwertig anerkanntes Zeugnis der zuständigen Stelle des Bundeslandes, z.B. Kultusministerium
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Bei dualen Studiengängen i.d.R. Ausbildungs-, Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit geeignetem Unternehmen als Praxispartner
  • Ggf. Vorpraktikum

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was macht ein/e Mikrotechnik, Mikrosystemtechnik (Bachelor)?

Ingenieure und Ingenieurinnen der Mikrosystemtechnik konzipieren Geräte, Anlagen und Prozesse für sehr kleine technische Systeme und Technologien. Sie integrieren elektronische, mechanische und optische Bauteile in Systeme, z.B. Speicherelemente von Chipkarten oder Solarzellen.

Was verdient ein/e Mikrotechnik, Mikrosystemtechnik (Bachelor)?

Als Mikrotechnik, Mikrosystemtechnik (Bachelor) liegt das Gehalt in Deutschland typischerweise bei 5.828 € brutto im Monat. Die meisten verdienen zwischen 4.535 € und 7.359 € brutto im Monat.

Wie lange dauert das Studium zum/zur Mikrotechnik, Mikrosystemtechnik (Bachelor)?

Das Studium zum/zur Mikrotechnik, Mikrosystemtechnik (Bachelor) dauert 3-4 Jahre.

Welche Voraussetzungen braucht man für den Beruf Mikrotechnik, Mikrosystemtechnik (Bachelor)?

Voraussetzung für das Studium. an Universitäten und gleichgestellten Hochschulen : die allgemeine oder ggf. die fachgebundene Hochschulreife . an Fachhochschulen : mindestens die Fachhochschulreife . oder. ein von der zuständigen Stelle des Bundeslandes (z.B.

Welche Schulfächer sind wichtig für Mikrotechnik, Mikrosystemtechnik (Bachelor)?

Wichtige Schulfächer für angehende Mikrotechnik, Mikrosystemtechnik (Bachelor): Mathematik (in der anwendungsbezogenen Mathematik und Statistik), Physik (um technische Prozesse oder Vorgänge in Geräten und Systemen besser zu verstehen), Informatik (in den Bereichen Datenstrukturen, Algorithmen oder Programmiersprachen), Englisch (um Fachliteratur nutzen zu können, die es häufig nur auf Englisch gibt).

Wie sind die Berufsaussichten als Mikrotechnik, Mikrosystemtechnik (Bachelor)?

Die Berufsaussichten als Mikrotechnik, Mikrosystemtechnik (Bachelor) sind gut.