Nanowissenschaft (Bachelor) – Arbeitsumfeld
Studium

Nanowissenschaft (Bachelor)

Auch bekannt als: Ingenieur/in - Nanotechnologie · Nanotechnologe/-technologin · Nanotechnologist (m/f)

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Büroräumen · in Entwicklungs- und Prüflabors, Reinräumen · in Produktions- und Fertigungsstätten · in Besprechungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer3-4 Jahre

Über den Beruf

Ingenieure und Ingenieurinnen für Nanotechnologie analysieren die belebte und unbelebte Natur im Bereich von millionstel Millimetern. Sie stellen Strukturen und Grundelemente für die naturwissenschaftliche, medizinische und industrielle Anwendung immer kleiner dar. Durch Manipulation verleihen die Ingenieure und Ingenieurinnen diesen auf molekularer Ebene neue Eigenschaften. Dafür entwickeln sie Verfahren und Technologien, Werkzeuge und geeignete Bearbeitungstechniken. Am Computer simulieren sie die Produktion von Nanosystemen. Sie stellen neuartige Produkte bzw. Werkstoffe mit besonderen Funktionalitäten her, z.B. superharte Beschichtungen oder sehr feste molekulare Klebeverbindungen. Daneben beraten sie im Kundenservice Unternehmen und erstellen im Vertrieb Angebote für Kunden und Kundinnen.

Ausführliche Beschreibung lesen

Worum geht es? Ingenieure und Ingenieurinnen für Nanotechnologie untersuchen molekulare Strukturen im Nanometerbereich und manipulieren diese. So entwickeln sie neue Materialien und Werkstoffe, Verfahren und Technologien zur Herstellung von industriellen und pharmazeutischen Produkten. Bis ins kleinste Detail Ingenieure und Ingenieurinnen für Nanotechnologie analysieren Baupläne der belebten und unbelebten Natur, um den selbstorganisierenden Aufbau von Materie zu verstehen. Dadurch wird es möglich, diese Baupläne gezielt zu beeinflussen. Aufgrund der geringen Abmessungen und der damit verbundenen Schwierigkeiten bei der Analyse verwenden Ingenieure und Ingenieurinnen für Nanotechnologie oftmals Simulationen und erschließen die Eigenschaften von Nanoteilchen mit Hilfe physikalischer Berechnungen am Computer. Nanotechnik in der Industrie Ingenieure und Ingenieurinnen für Nanotechnologie optimieren die molekularen Eigenschaften von Stoffen und Produkten beispielsweise der Energie- (Brennstoffzellen, Solarzellen, Gasspeicher u.a.), Umwelt- (Materialkreisläufe, Entsorgung und Reinigung) oder Informationstechnik (hochdichte Speicher, leistungsfähige Prozessoren usw.). Sie entwickeln Materialien mit neuartigen Eigenschaften für die Molekularelektronik, neue Verfahren und Technologien zur Herstellung funktionsbestimmter dünner Schichten und zur Erzeugung extrem präziser Oberflächen, neue Analyse- und Charakterisierungsverfahren sowie Nanowerkzeuge und Ultrapräzisions-Bearbeitungstechniken. In der Nanosystemtechnik bauen sie große komplexe Strukturen durch allerkleinste Elemente auf und führen Computersimulationen durch (Virtual Prototyping). Weitere Einsatzmöglichkeiten Darüber hinaus können die Ingenieure und Ingenieurinnen für Nanotechnologie im Vertrieb oder in der technischen Beratung tätig sein. Hier beraten sie Kunden bei der Anschaffung oder den Einsatzmöglichkeiten von Produkten der Nanotechnologie. Sie erstellen Angebote und unterbreiten diese dem Kunden. Ebenso können sie beispielsweise in der Beschaffung oder im Sachverständigenwesen arbeiten.

Ausbildung & Zugang

BerufstypGrundständiges Studium
AusbildungsartUniversität
Dauer3-4 Jahre
Zugangsvoraussetzungen2
  • Allgemeine oder ggf. fachgebundene Hochschulreife oder als gleichwertig anerkanntes Zeugnis
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was macht ein/e Nanowissenschaft (Bachelor)?

Ingenieure und Ingenieurinnen für Nanotechnologie analysieren die belebte und unbelebte Natur im Bereich von millionstel Millimetern. Sie stellen Strukturen und Grundelemente für die naturwissenschaftliche, medizinische und industrielle Anwendung immer kleiner dar.

Was verdient ein/e Nanowissenschaft (Bachelor)?

Als Nanowissenschaft (Bachelor) liegt das Gehalt in Deutschland typischerweise bei 5.828 € brutto im Monat. Die meisten verdienen zwischen 4.535 € und 7.359 € brutto im Monat.

Wie lange dauert das Studium zum/zur Nanowissenschaft (Bachelor)?

Das Studium zum/zur Nanowissenschaft (Bachelor) dauert 3-4 Jahre.

Welche Voraussetzungen braucht man für den Beruf Nanowissenschaft (Bachelor)?

Voraussetzung für das Studium an Universitäten und gleichgestellten Hochschulen ist die allgemeine oder ggf. die fachgebundene Hochschulreife oder ein von der zuständigen Stelle des Bundeslandes (z.B. Kultusministerium) als gleichwertig anerkanntes Zeugnis.

Welche Schulfächer sind wichtig für Nanowissenschaft (Bachelor)?

Wichtige Schulfächer für angehende Nanowissenschaft (Bachelor): Mathematik (wichtige Grundlage für viele Studieninhalte, z.B. um numerische oder symbolische Berechnungen durchzuführen), Physik (wichtige Grundlage für viele Studieninhalte, z.B. in den Bereichen Mechanik, Optik, Elektrodynamik oder Festkörperphysik), Chemie (in den Bereiche Allgemeine Chemie und Werkstoffkunde), Informatik (für Computersimulationen sind Kenntnisse von Programmiersprachen hilfreich), Englisch (um Fachliteratur zu nutzen, die häufig nur auf Englisch zur Verfügung steht).

Wie sind die Berufsaussichten als Nanowissenschaft (Bachelor)?

Die Berufsaussichten als Nanowissenschaft (Bachelor) sind gut.