Offizier im Geoinformationsdienst
Auch bekannt als: Bundeswehroffizier · GeoInfo-Offizier ·
Über den Beruf
Offiziere im Geoinformationsdienst arbeiten in den Teilstreitkräften (Heer, Luftwaffe, Marine), im Zentrum für Geoinformationswesen als Teil des Cyber- und Informationsraumes oder in der Streitkräftebasis. Sie werden je nach Studienrichtung in der Geodatengewinnung, im Geodatenmanagement, in der Produktion von Geoinformationen oder in der Geoinformationsberatung eingesetzt, z.B. im Zentrum für Geoinformationswesen der Bundeswehr, im Wetterdienst, in der Flugwetterberatung oder in landeskundlichen Einsatzberatungen. Darüber hinaus sind auch Tätigkeiten im Managementbereich sowie in Lehr- und Führungsverwendungen möglich.
Ausführliche Beschreibung lesen
Worum geht es? Offiziere im Geoinformationsdienst leiten, planen und kontrollieren die Sammlung, Aus- und Verwertung von Daten und Produkten über Raum, Gelände und Umwelt. Spezialisten mit Führungsverantwortung Offiziere tragen Führungsverantwortung auf unterschiedlichen Ebenen der militärischen Organisation und nehmen aufgrund ihres Dienstgrades Vorgesetztenfunktionen wahr. Sie arbeiten in Fachdisziplinen wie Geodäsie , Geografie, Geoinformatik, Geologie, Geoökologie, Geophysik, Geopolitik, Hydroakustik, Hydrogeografie, Hydrologie , Kartografie, Klimatologie, Meteorologie, Biologie, Ökologie, Ozeanografie oder Fotogrammetrie für die Verwendungsbereiche Geodatengewinnung, Geodatenmanagement, Geoinformationsproduktion und Geoinformationsberatung. Ob bei Vermessungen im Gelände, bei der Softwareentwicklung im Rechenzentrum oder der Datenaufbereitung am Computer: Sie nutzen hochentwickeltes technisches Gerät, etwa Datenbankanwendungen oder Software wie satellitengestützte Vermessungssysteme. Geoinformationen für die Truppe Offiziere im Geoinformationsdienst koordinieren die Geodatenerhebung und -aufbereitung und versorgen Heer, Luftwaffe und Marine sowie Bundeswehrverwaltung mit zuverlässigen und aktuellen Daten. Da die Informationen unmittelbar in Lage- und Entscheidungsprozesse der Streitkräfte einfließen, stellt dies eine wichtige Unterstützung der Bundeswehr und des Bundesministeriums der Verteidigung dar. Beispielsweise leiten Offiziere im Geoinformationsdienst Geländeerkundungen, bei denen eigene Vermessungen vor Ort durchgeführt werden, wie auch terrestrische Vermessungen, bei denen Punktbestimmung mit Satellitenvermessungs- und Navigationsanlagen zum Einsatz kommen. Sie koordinieren das Generieren und Administrieren von Geodatenbanken, in denen Geodateninfrastrukturen (GDI) erfasst werden, und werten Daten aus. Auf der Grundlage der gewonnenen Daten aktualisieren sie beispielsweise Karten, erstellen 3-D-Visualisierungen oder verfassen umweltgeologische Gutachten. Bei Einsätzen oder Einsatzübungen informieren sie die Truppe unmittelbar über die Raum-, Gelände- und Umweltsituation. In der Geoinformatik entwickeln, realisieren, modifizieren und betreuen sie schwerpunktmäßig Geoinformationssysteme, das heißt Datenbank- und Bildverarbeitungssysteme zur Erfassung, Verwaltung, Analyse, Modellierung und Visualisierung raumbezogener Daten. In der Wetterbeobachtung organisieren sie das Erstellen und Sammeln von meteorologischen Daten, die beispielsweise für die Wetterberatung der Luftwaffe benötigt werden. In der Seegangsvorhersage beraten sie wiederum die Marine.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen3
- Allgemeine Hochschulreife, fachgebundene Hochschulreife oder Fachhochschulreife
- Mindestalter 17 Jahre
- Verpflichtung für eine bestimmte Dienstzeit
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was macht ein/e Offizier im Geoinformationsdienst?
Offiziere im Geoinformationsdienst arbeiten in den Teilstreitkräften (Heer, Luftwaffe, Marine), im Zentrum für Geoinformationswesen als Teil des Cyber- und Informationsraumes oder in der Streitkräftebasis.
Wie lange dauert die Ausbildung zum/zur Offizier im Geoinformationsdienst?
Die Ausbildung zum/zur Offizier im Geoinformationsdienst dauert Mindestens 4 Jahre.
Welche Voraussetzungen braucht man für den Beruf Offizier im Geoinformationsdienst?
Vorausgesetzt wird für eine Einstellung als Offizieranwärter bzw. Offizieranwärterin im Geoinformationsdienst die allgemeine Hochschulreife , die fachgebundene Hochschulreife oder die Fachhochschulreife . Darüber hinaus wird ein Mindestalter von 17 Jahren verlangt.
Welche Schulfächer sind wichtig für Offizier im Geoinformationsdienst?
Wichtige Schulfächer für angehende Offizier im Geoinformationsdienst: Geowissenschaften (für die Geodatenerhebung, Geoinformatik und Wetterbeobachtung und um die erhobenen Daten auszuwerten und zu interpretieren), Personalführung (um Führungsverantwortung zu tragen und aufgrund ihres Dienstgrades Vorgesetztenfunktionen wahrzunehmen), Management/Organisation (um die Erkundung und Vermessung von Gelände zu leiten oder das Generieren und Administrieren von Geodatenbanken zu koordinieren), Sport (um im Auswahlverfahren eine Sporttest zu absolvieren).
