Parkettleger/Parkettlegerin – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Parkettleger/Parkettlegerin

Auch bekannt als: Parkettbodenleger/in · Boden-Parkettleger/in - Parkett · Bodenleger/in

BerufsfeldBau & Architektur
Arbeitsortein Werkstätten · in Wohn- und Geschäftsräumen · auf Baustellen · in Verkaufsräumen
Dauer3 Jahre
Ausbildungsplätze231

Über den Beruf

Parkettleger/innen gestalten und verschönern Innenräume durch kreative Bodengestaltung wie Stab-, Mosaik-, Intarsien- oder Schiffsbodenparkett. Zunächst messen sie die Räume aus und berechnen den Materialbedarf. Dann prüfen sie den Untergrund und glätten ihn oder fertigen eine Unterbodenkonstruktion an. Schließlich sägen sie die einzelnen Parkettteile zurecht und verlegen sie nach dem geplanten Muster. Haben sie alle Holzteile miteinander verbunden, glätten sie den Boden mit Schleifmaschinen und versiegeln ihn schließlich mit einem Kunststoffüberzug, mit Ölen oder Wachs. Darüber hinaus stellen Parkettleger/innen restaurierungsbedürftige Parkettböden wieder her, führen Holzpflasterarbeiten im Innenwohn- wie im Außenbereich aus oder verlegen Teppichböden, Linoleum, Laminat oder Kork.

Ausführliche Beschreibung lesen

Worum geht es? Parkettleger/innen verlegen, behandeln und pflegen Parkettböden und andere Holzfußböden. Daneben restaurieren sie Holzfußböden. Von Grund auf Noch bevor sie Parkett in Räumen aller Art verlegen, beurteilen Parkettleger/innen genau, wie Luftfeuchtigkeit, Raumtemperatur und Untergrund beschaffen sind. Sind die bereits vorhandenen Estriche nicht ebenmäßig, glätten sie sie. Betondecken hingegen versehen sie häufig mit einer PVC-Folie als Feuchtigkeitssperre. Auch Holzunterkonstruktionen, sogenannte Blindböden, fertigen sie und füllen diese beispielsweise mit Korkgranulat zur Schall- und Wärmedämmung auf. Auf dem Boden bleiben Wenn Parkettleger/innen ein neues Parkett verlegen wollen, bereiten sie zuerst den Untergrund vor, indem sie Klebemasse mit einem Spachtel auftragen. Dabei arbeiten sie in gebückter Haltung und tragen Knieschoner. Auf den noch feuchten Kleber legen sie nun sorgfältig die einzelnen Parkettstäbe und orientieren sich dabei an der Zeichnung, auf der sie zuvor die Raummaße und das geplante Verlegemuster festgehalten haben. Sie vergessen nicht, einen kleinen Abstand zu den Wänden zu halten, damit das Holz sich bei wechselndem Raumklima noch ausdehnen kann. Hindernisse wie die Rohre eines Heizkörpers oder Türstöcke müssen genau ausgemessen werden. Sorgfältig sägen sie die Verlegeteile an einer Tischkreissäge zurecht und setzen sie passgenau ein. Alternativ hierzu vernageln oder verschrauben Parkettleger/innen die einzelnen Teile auch mit dem Untergrund. Oder sie verwenden - etwa bei Fertigparkett und Laminat - sogenannte "Klick-Systeme", die durch Nut-Feder-Verbindungen zusammenhalten. Dann bringen sie noch eine Fußleiste an, welche die Dehnungsfuge des Parketts zur Wand verdeckt. Ansprechpartner für Behandlung und Verlegung Anschließend behandeln Parkettleger/innen den frisch verlegten Boden. Massivparkett bearbeiten sie z.B. mehrmals mit einer Bandschleifmaschine. Dabei tragen sie einen Mundschutz, um sich vor dem Holzstaub zu schützen. Ist der Parkettboden gleichmäßig glatt, versiegeln sie ihn mit Wachs, Öl oder Lack. Nur so erhält der Boden seinen Glanz und bleibt pflegeleicht. Aber nicht nur für Parkett sind sie die richtigen Ansprechpartner. Sie verlegen auch Teppichböden, Korkparkett oder robustes Holzpflaster, das sich z.B. für die Fußböden von Werkstatträumen oder öffentlichen Gebäuden eignet. Dabei beraten sie ihre Auftraggeber fachkundig, informieren sie über etwaige Gefahren durch Schadstoffe und über schadstoffarme und umweltschonende Materialien und Hilfsmittel. Abschließend prüfen Parkettleger/innen die Qualität ihrer Arbeit, indem sie ein Aufmaß erstellen. Zur Dokumentation der erledigten Arbeiten und der verwendeten Materialien können sie ihren Kunden einen sogenannten Fußbodenpass ausstellen. Dieser liefert z.B. vor Renovierungsarbeiten eine detaillierte Übersicht über die jeweilige Bodenstruktur und kann aufwendige und kostenintensive technische Überprüfungen ersparen. Alte Handwerkskunst Parkettleger/innen sind ggf. auch im Bereich Restaurierung tätig. Sind beispielsweise die Räume eines alten Schlosses zu renovieren, beurteilen sie zunächst, welchen Teil des noch erhalten gebliebenen, wertvollen Tafelparketts sie restaurieren können. Wo das nicht möglich ist, fertigen sie neues Parkett nach einem alten Musterbuch originalgetreu an. Wenn ein aufwendig gestalteter Boden z.B. aus verschiedenfarbigen Holzornamenten zusammengesetzt werden soll, ist das ganze handwerkliche Geschick der Parkettleger/innen gefordert.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung im Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was macht ein/e Parkettleger/Parkettlegerin?

Parkettleger/innen gestalten und verschönern Innenräume durch kreative Bodengestaltung wie Stab-, Mosaik-, Intarsien- oder Schiffsbodenparkett. Zunächst messen sie die Räume aus und berechnen den Materialbedarf.

Wie viel verdient man in der Ausbildung zum/zur Parkettleger/Parkettlegerin?

Während der Ausbildung zum/zur Parkettleger/Parkettlegerin verdient man durchschnittlich 943 € brutto im Monat (Hw). Die Vergütung steigt von 882 € im ersten auf 1.008 € im letzten Ausbildungsjahr.

Wie lange dauert die Ausbildung zum/zur Parkettleger/Parkettlegerin?

Die Ausbildung zum/zur Parkettleger/Parkettlegerin dauert 3 Jahre.

Welche Voraussetzungen braucht man für den Beruf Parkettleger/Parkettlegerin?

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Welche Schulfächer sind wichtig für Parkettleger/Parkettlegerin?

Wichtige Schulfächer für angehende Parkettleger/Parkettlegerin: Mathematik (um Flächen, Materialbedarf und Kosten zu berechnen), Werken/Technik (um Skizzen und Aufmaße anzufertigen), Physik (um Kenntnissen der Wärmelehre zu erwerben).

Wie sind die Berufsaussichten als Parkettleger/Parkettlegerin?

Die Berufsaussichten als Parkettleger/Parkettlegerin sind ausgeglichen. Derzeit sind rund 464 Stellen ausgeschrieben.

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