Präzisionswerkzeugmechaniker/Präzisionswerkzeugmechanikerin Fachrichtung Schneidwerkzeuge – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Präzisionswerkzeugmechaniker/Präzisionswerkzeugmechanikerin Fachrichtung Schneidwerkzeuge

Auch bekannt als: Messerschmied/in · Metalltechniker/in · Precision tools mechanic (m/f) - specialising in cutting tools

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Werkstätten und Werkhallen · in Prüflabors
Dauer3,5 Jahre
Ausbildungsplätze14

Über den Beruf

Präzisionswerkzeugmechaniker/innen der Fachrichtung Schneidwerkzeuge stellen manuelle und maschinelle Schneidwerkzeuge her, z.B. Maschinenmesser für Papierschneidemaschinen oder Messer für den Fleischer- oder Gastronomiebedarf. Sie erstellen technische Unterlagen und bearbeiten vorgefertigte Halbzeuge , Norm- und Fertigteile mithilfe von meist automatisierten Werkzeugmaschinen. Auch die Programme zur computerunterstützten Steuerung der Maschinen erstellen sie. Außerdem setzen sie Schneidwerkzeuge instand. Dazu analysieren sie Schäden und Verschleiß und stellen dann durch maschinelles Schleifen und Polieren die Funktionsfähigkeit der Werkzeuge wieder her. Am Ende prüfen sie die Schneidwerkzeuge auf Funktionalität und Maßhaltigkeit.

Ausführliche Beschreibung lesen

Worum geht es? Präzisionswerkzeugmechaniker/innen der Fachrichtung Schneidwerkzeuge stellen Schneidwerkzeuge aller Art für den manuellen und maschinellen Einsatz her und setzen diese instand. Scharf geschliffen Messer, Scheren und Klingen werden für die unterschiedlichsten Einsatzzwecke benötigt - bei der Verarbeitung von Papier und Metall, in der Fleisch verarbeitenden Industrie, in der Gastronomie oder im Gartenbau. Wenn diese Werkzeuge stumpf geworden sind, können sie wieder funktionsfähig gemacht werden, indem die schneidenden Teile dieser Geräte nachgeschliffen werden. Hierfür sind Präzisionswerkzeugmechaniker/innen der Fachrichtung Schneidwerkzeuge zuständig. Zunächst demontieren sie die Schneidwerkzeuge und Schneidemaschinen und ermitteln Schäden und Verschleiß. Sie wissen genau, welche Schleifverfahren und welche Schleifmittel für die Instandsetzung jeweils geeignet sind. Dann richten sie konventionelle oder numerisch gesteuerte Werkzeugmaschinen für die jeweilige Aufgabe ein. Sie bestimmen die Technologiedaten, z.B. Schleifwinkel, stellen die Maschinen ein und spannen die Schneidwerkzeuge in die Maschine ein, z.B. mithilfe von Flanschen , Dornen oder Magneten. Dann gilt es, den Schleifprozess zu überwachen. Dazu gehören z.B. auch der Maschinenvorschub und der Kühlmittelzufluss. Wenn Störungen auftreten, greifen Präzisionswerkzeugmechaniker/innen der Fachrichtung Schneidwerkzeuge sofort ein und beheben kleinere Fehler auch selbst. Schließlich prüfen sie noch genau Funktionsmaße und Funktionalität, Schärfe und Schneidenstabilität. Dann können z.B. Schneidemaschinen wieder montiert und eingestellt werden. Gegebenenfalls beraten sie auch Kunden über Maßnahmen zur Wiederaufbereitung von Schneidwerkzeugen. Von der Zeichnung zum Werkzeug Ob Mikrotommesser, Fleischermesser, Friseurschere oder maschinelles Planschneidemesser für die Papierindustrie - auch für die Fertigung von Schneidwerkzeugen aller Art sind Präzisionswerkzeugmechaniker/innen der Fachrichtung Schneidwerkzeuge zuständig. Dabei bearbeiten sie Halbzeuge und Rohlinge, z.B. Bleche oder Metallstäbe, und bringen diese mithilfe von NC- bzw. CNC-Werkzeugmaschinen in die gewünschte Form. Sie schneiden z.B. Feinbleche, feilen Flächen und schneiden Innen- und Außengewinde oder stellen Bohrungen und Verbindungen her. Vor allem für die Einzelfertigung spezieller Schneidwerkzeuge erstellen sie auch technische Zeichnungen sowie Steuerungsprogramme für die Maschinen. Sie überwachen automatisierte Bearbeitungsvorgänge und kontrollieren die Ergebnisse. Auch Wärme- und Oberflächenbehandlungsverfahren wenden sie an. Am Ende werden die Schneidwerkzeuge noch poliert und ggf. für den Versand vorbereitet. Geschmiedet Gegebenenfalls schmieden Präzisionswerkzeugmechaniker/innen der Fachrichtung Schneidwerkzeuge auch Messer von Hand. Dazu richten sie z.B. Schmiedefeuerstellen ein und erwärmen legierte Stähle im Schmiedefeuer. Sie bearbeiten die Werkstücke mit Hämmern und Meißeln und härten sie im Ofen.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung im Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3,5 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was macht ein/e Präzisionswerkzeugmechaniker/Präzisionswerkzeugmechanikerin Fachrichtung Schneidwerkzeuge?

Präzisionswerkzeugmechaniker/innen der Fachrichtung Schneidwerkzeuge stellen manuelle und maschinelle Schneidwerkzeuge her, z.B. Maschinenmesser für Papierschneidemaschinen oder Messer für den Fleischer- oder Gastronomiebedarf.

Wie lange dauert die Ausbildung zum/zur Präzisionswerkzeugmechaniker/Präzisionswerkzeugmechanikerin Fachrichtung Schneidwerkzeuge?

Die Ausbildung zum/zur Präzisionswerkzeugmechaniker/Präzisionswerkzeugmechanikerin Fachrichtung Schneidwerkzeuge dauert 3,5 Jahre.

Welche Voraussetzungen braucht man für den Beruf Präzisionswerkzeugmechaniker/Präzisionswerkzeugmechanikerin Fachrichtung Schneidwerkzeuge?

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Welche Schulfächer sind wichtig für Präzisionswerkzeugmechaniker/Präzisionswerkzeugmechanikerin Fachrichtung Schneidwerkzeuge?

Wichtige Schulfächer für angehende Präzisionswerkzeugmechaniker/Präzisionswerkzeugmechanikerin Fachrichtung Schneidwerkzeuge: Werken/Technik (um Werkstücke zu bearbeiten), Mathematik (um Maschinenwerte korrekt einzustellen), Physik (um die Funktionsweisen von Arbeitsgeräten zu verstehen).

Wie sind die Berufsaussichten als Präzisionswerkzeugmechaniker/Präzisionswerkzeugmechanikerin Fachrichtung Schneidwerkzeuge?

Die Berufsaussichten als Präzisionswerkzeugmechaniker/Präzisionswerkzeugmechanikerin Fachrichtung Schneidwerkzeuge sind gut.

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