Revierjäger/Revierjägerin – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Revierjäger/Revierjägerin

Auch bekannt als: Hunting ground supervisor (m/f)

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsorteim Freien · in Büroräumen
Dauer3 Jahre
Ausbildungsplätze1

Über den Beruf

Revierjäger/innen bewirtschaften nach jagdrechtlichen Vorschriften ein Jagdrevier. Dort erhalten sie den Hoch- und Niederwildbestand und gewährleisten dessen Gesundheit und Artenvielfalt. So legen sie z.B. Äsungs - und Deckungsflächen für das Wild an, schützen die Tiere vor gefährdenden Eingriffen durch Menschen und versorgen im Winter die Futterstellen. Um den Wildbestand zu regulieren, bejagen sie ihr Revier oder führen Jagdpächter und deren Gäste bei der Jagd. Das erlegte Wild zerlegen und vermarkten sie. Außerdem errichten und pflegen sie Hochsitze und andere Jagdeinrichtungen und verbessern den Lebensraum, z.B. durch Wildackerbau sowie Schaffung und Pflege von Streuobstwiesen, Hecken und Naturschutzflächen.

Ausführliche Beschreibung lesen

Worum geht es? Revierjäger/innen erhalten eine artenreiche und gesunde Tierwelt in ihrem Revier, pflegen und sichern deren Lebensgrundlagen und regulieren den Wildbestand durch die Jagd. Artenvielfalt für Flora und Fauna Revierjäger/innen erhalten die vielgestaltige Revierlandschaft mit einem artenreichen und gesunden Wildbestand. Sie legen Schutzpflanzungen und Feuchtgebiete genauso an wie Streuobstwiesen, Hecken, Feldgehölze, Gewässer und Naturschutzflächen und pflegen diese. Die so entstehende Flora und Fauna bringt auch eine verbesserte Lebensqualität für den Menschen mit sich. Durch die ökologische Bewirtschaftung eines Jagdreviers leisten Revierjäger/innen einen wichtigen Beitrag für die nachhaltige Erhaltung, Rückgewinnung oder Erhöhung des Jagdwertes. Wildbestand regulieren: Hege und Jagd Um einen gesunden, artenreichen Wildbestand zu erhalten, pflegen und sichern sie die Lebensgrundlagen der Tiere. Auch Krankheiten der Waldbewohner erkennen sie. Das Wild soll möglichst natürliche Äsung und Deckung bekommen, worauf Revierjäger/innen bei der Hege sorgfältig achten. Sie legen Äsungsflächen an, auf denen sie verschiedenste Futterpflanzen säen oder pflanzen. Damit beugen Revierjäger/innen großem wirtschaftlichem Schaden für die Waldbesitzer vor, denn wenn das Wild kein anderes Futter findet, ernährt es sich von Jungbäumen. Finden die Tiere im Winter aufgrund von Frost oder einer hohen Schneedecke keine Nahrung mehr, übernehmen Revierjäger/innen die Fütterung. Sie erhalten oder gestalten wildgerechte Biotope , um dem Wild ausreichende Deckung zu sichern. Weiterhin hängen Revierjäger/innen Nistkästen für Kleinvögel auf, gittern Ameisenhügel ein oder bewahren Tiere mithilfe von Zäunen und Schutzgebieten vor potenziellen Störungen. Revierjäger/innen regulieren als Führer/innen ihrer Jagdpächter und deren Gäste oder selbstständig den Wildbestand durch die Jagd. Sie jagen Schalenwild sowie Rehe, Feldhasen, Füchse, Fasane oder Wildenten (sog. Niederwild) und kennen die unterschiedlichen Jagdarten von der Pirsch über den Anstand bis zur Treib- und Drückjagd. Bei Pirsch und Reviergang sind sie zu Fuß unterwegs. Wenn sie Wild von Hochsitzen oder Erdlöchern aus oder unter Schirmdeckung erlegen, müssen sie oft mehrere Stunden ruhig und fast bewegungslos im Sitzen oder Liegen verbringen und reichlich Geduld aufbringen. Hochsitze, Fallen und andere Einrichtungen der Jagd errichten sie selbst und halten sie auch instand. Ihre Arbeitszeiten richten sich nach der Jahreszeit und dem Tageslicht. Der beste Zeitpunkt für die Jagd sind die frühen Morgen- und Abendstunden. Jagdhunde nehmen die Fährte des Wildes auf und verfolgen es. Mit Jagdwaffen müssen Revierjäger/innen sicher umgehen können, damit das Wild sauber erlegt wird. Dabei halten sie die Sicherheitsbestimmungen sorgfältig ein. Nach der Jagd verwerten und verarbeiten Revierjäger/innen das erlegte Wild selbst: Sie beurteilen die erlegten Tiere, untersuchen sie auf Krankheitsanzeichen, verwerten sie unter Berücksichtigung hygienisch erforderlicher Maßnahmen und vermarkten sie. Verwaltungsarbeiten im Büro Daneben übernehmen sie Verwaltungsaufgaben und arbeiten im Jagdmanagement mit: Sie dokumentieren ihre Beobachtungen zum Wildbestand und geben diese an die zuständigen Behörden weiter bzw. arbeiten an wildbiologischen Forschungsprojekten mit. Sie agieren als Berater/innen von Behörden, Ämtern und Verbänden und schulen angehende Jäger und Jägerinnen. Auch planen sie Jagdgesellschaften, verwalten den Jagdetat und bereiten auf die jeweilige Zielgruppe zugeschnittene Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit vor.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung in der Landwirtschaft (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3 Jahre
Zugangsvoraussetzungen4
  • Keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben
  • Belehrung und Bescheinigung des Gesundheitsamtes für den Umgang mit Lebensmitteln
  • I.d.R. Jagdschein
  • I.d.R. Führerschein Klasse B

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was macht ein/e Revierjäger/Revierjägerin?

Revierjäger/innen bewirtschaften nach jagdrechtlichen Vorschriften ein Jagdrevier. Dort erhalten sie den Hoch- und Niederwildbestand und gewährleisten dessen Gesundheit und Artenvielfalt. So legen sie z.B.

Wie lange dauert die Ausbildung zum/zur Revierjäger/Revierjägerin?

Die Ausbildung zum/zur Revierjäger/Revierjägerin dauert 3 Jahre.

Welche Voraussetzungen braucht man für den Beruf Revierjäger/Revierjägerin?

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Beim Umgang mit Lebensmitteln benötigt man eine Belehrung und eine Bescheinigung des Gesundheitsamtes. Darüber hinaus werden in der Regel ein Jagdschein sowie der Führerschein Klasse B gefordert.

Welche Schulfächer sind wichtig für Revierjäger/Revierjägerin?

Wichtige Schulfächer für angehende Revierjäger/Revierjägerin: Biologie (um Verhaltensweisen von Wildtierarten zu analysieren), Mathematik (um Futtermittel- und Arbeitszeitbedarf zu kalkulieren), Werken/Technik (um Revierzäune anzulegen).

Wie sind die Berufsaussichten als Revierjäger/Revierjägerin?

Die Berufsaussichten als Revierjäger/Revierjägerin sind gut.

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