Rhetorik, Sprechwissenschaft (Bachelor) – Arbeitsumfeld
Studium

Rhetorik, Sprechwissenschaft (Bachelor)

BerufsfeldSprachen, Kultur & Gesellschaft
Arbeitsortein Schulungs- und Unterrichtsräumen · in Büroräumen · in Seminarräumen sowie Hörsälen · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer3-4 Jahre

Über den Beruf

Sprechwissenschaftler und Sprechwissenschaftlerinnen befassen sich in Lehre, Forschung und Wissenschaft mit allen Aspekten der mündlichen Kommunikation, insbesondere mit Sprech-, Hör- und Verstehensprozessen. Als Sprecherzieher und Sprecherzieherinnen schulen sie bspw. Menschen im richtigen Gebrauch der Stimme und in der Sprechgestaltung. Sie unterweisen zudem Lehrer und Lehrerinnen, Mediensprecher und Mediensprecherinnen oder Bühnendarsteller und Bühnendarstellerinnen im korrekten Einsatz von Stimme und Sprechwerkzeugen, in der klaren Artikulation und im künstlerischen Sprechen. In der wissenschaftlichen Forschung befassen sie sich bspw. mit anatomischen , physikalischen und psychologischen Faktoren z.B. von Sprechweisen und Sprechstörungen und veröffentlichen ihre Forschungsergebnisse. An Hochschulen unterrichten sie Studierende, bereiten Vorlesungen und Seminare vor, korrigieren schriftliche Arbeiten und nehmen Prüfungen ab. Eigenständige wissenschaftliche Tätigkeiten erfordern i.d.R. ein abgeschlossenes Masterstudium und eine Promotion.

Ausführliche Beschreibung lesen

Worum geht es? Sprechwissenschaftler/innen befassen sich mit Sprech-, Hör- und Verstehensprozessen, z.B. unter rhetorischen, künstlerischen, phonetischen und wissenschaftlichen Aspekten. Sie untersuchen, coachen oder beraten Personen in Bezug auf ihre Sprech- und Kommunikationsfähigkeit und behandeln Stimm-, Sprech- und Sprachstörungen. Stimmbildung und Sprecherziehung Für Personen, die beruflich viel sprechen müssen, wie Lehrer/innen, Geistliche, Rundfunk-, Fernsehsprecher/innen, Podcaster/innen oder Politiker/innen, bieten Sprecherzieher/innen Stimm-, Sprech- und Kommunikationstraining an. Ziel der Sprecherziehung ist es, Atmung, Stimmgebung und Aussprache so zu entwickeln, dass die "Berufssprecher/innen" in stimmlicher Hinsicht den Anforderungen und Belastungen gewachsen sind und Schädigungen bzw. Funktionsbeeinträchtigungen der Sprechorgane vermieden werden. Schauspieler/innen oder Sänger/innen unterrichten Sprecherzieher/innen darüber hinaus in sprechkünstlerischer Kommunikation. Aus- und Weiterbildung Im Rahmen von Fortbildungsveranstaltungen vermitteln sie Fähigkeiten in rhetorischer Kommunikation unter anderem an Führungskräfte oder Politiker/innen. Sie schulen die Teilnehmer/innen z.B. im Führen von Verhandlungsgesprächen oder im Halten von Vorträgen. Wenn sie Unterricht in Deutsch als Fremdsprache geben, können sie den Lernenden beispielsweise erklären, wie sie die Laute des Deutschen am besten bilden und mit welcher Intonation ein Fragesatz endet. In der Ausbildung des eigenen Berufsnachwuchses und in der Weiterbildung von Sprechwissenschaftlern und -wissenschaftlerinnen bzw. Sprecherziehern und -erzieherinnen werden sie ebenfalls tätig. Für Führungspositionen wird häufig ein Masterstudium vorausgesetzt. Forschung und Lehre An wissenschaftlichen Einrichtungen und Hochschulen gehen Sprechwissenschaftler/innen Forschungstätigkeiten nach und befassen sich z.B. mit ausgewählten Aspekten der Sprech-, Hör- und Verstehenstätigkeit von Menschen im Rahmen kommunikativer Prozesse. Sie entwickeln Unterrichtskonzepte, vermitteln in Lehrveranstaltungen Wissen an Studierende, betreuen wissenschaftliche Arbeiten und nehmen Prüfungen ab. Für eigenständige wissenschaftliche Tätigkeiten sind i.d.R. ein Masterstudium und eine Promotion erforderlich. Mit entsprechender Zusatzqualifikation therapieren Sprechwissenschaftler/innen z.B. funktionelle Stimmstörungen, Laut-Fehlbildungen, Sprechflussstörungen oder Aphasien .

Ausbildung & Zugang

BerufstypGrundständiges Studium
AusbildungsartUniversität, Kunst- und Musikhochschule
Dauer3-4 Jahre
Zugangsvoraussetzungen3
  • Allgemeine oder ggf. fachgebundene Hochschulreife oder als gleichwertig anerkanntes Zeugnis
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Ggf. phoniatrisches Gutachten

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was macht ein/e Rhetorik, Sprechwissenschaft (Bachelor)?

Sprechwissenschaftler und Sprechwissenschaftlerinnen befassen sich in Lehre, Forschung und Wissenschaft mit allen Aspekten der mündlichen Kommunikation, insbesondere mit Sprech-, Hör- und Verstehensprozessen. Als Sprecherzieher und Sprecherzieherinnen schulen sie bspw.

Wie lange dauert das Studium zum/zur Rhetorik, Sprechwissenschaft (Bachelor)?

Das Studium zum/zur Rhetorik, Sprechwissenschaft (Bachelor) dauert 3-4 Jahre.

Welche Voraussetzungen braucht man für den Beruf Rhetorik, Sprechwissenschaft (Bachelor)?

Voraussetzung für das Studium an Universitäten und gleichgestellten Hochschulen ist die allgemeine oder ggf. die fachgebundene Hochschulreife oder ein von der zuständigen Stelle des Bundeslandes (z.B. Kultusministerium) als gleichwertig anerkanntes Zeugnis.

Welche Schulfächer sind wichtig für Rhetorik, Sprechwissenschaft (Bachelor)?

Wichtige Schulfächer für angehende Rhetorik, Sprechwissenschaft (Bachelor): Deutsch (um die freie Rede und Gesprächsrhetorik zu erlernen, Reden u.ä. zu verfassen oder z.B. literarische Werke zu analysieren), Englisch (um Fachliteratur in englischer Sprache rasch lesen und verstehen zu können), Biologie (um Funktionen von Atem-, Sprech- und Hörorganen, ihrem Zusammenwirken und möglichen Störungen zu verstehen), Musik (um auf musikalische Hilfsmittel zurückzugreifen, die der Sprache durch Rhythmik mehr Lebendigkeit und Ausdrucksstärke geben).