Studium

Sportpsychologie (Master)

Auch bekannt als: Sportpsychologe/-psychologin · Sport psychologist (m/f)

BerufsfeldGesundheit & Medizin
Arbeitsortein Untersuchungs- und Behandlungsräumen · in Sprech- und Patientenzimmern · in Büros · in Hörsälen oder Unterrichtsräumen (bei Lehrtätigkeit)
Studiengänge5

Über den Beruf

Sportpsychologen und Sportpsychologinnen untersuchen sportliche Leistungsprozesse, bewerten Untersuchungsergebnisse und suchen nach Optimierungsmöglichkeiten und Entwicklungspotenzialen. Sie identifizieren erfolgsversprechende psychologische Trainingsmethoden und -konzepte anhand persönlicher oder sozialer Ansatzpunkte, entwickeln individuelle sportpsychologische Pläne und begleiten ihre Umsetzung. Im Anschluss an die sportpsychologische Analyse führen sie unterschiedliche Beratungs- oder Therapiemaßnahmen durch. So stärken sie im Bereich Coaching förderliche Strukturen und mentale Komponenten wie die Eigen- oder Teammotivation mithilfe psychologischer Trainingsmethoden. In der Rehabilitation unterstützen sie verletzte Sportler und Sportlerinnen bei der schnellen Wiedererlangung der optimalen Leistungsfähigkeit mit psychologischem Aufbautraining. Sportpsychologen und Sportpsychologinnen arbeiten auch in der psychologischen Forschung und Lehre, bspw. an Universitätskliniken. Dafür benötigen sie ggf. eine Promotion oder eine Habilitation .

Ausführliche Beschreibung lesen

Worum geht es? Sportpsychologen und -psychologinnen unterstützen Leistungs- und Freizeitsportler/innen psychologisch durch individuell abgestimmte Maßnahmen zum mentalen Training bei der Leistungsentwicklung bzw. -optimierung oder bei der Rehabilitation . Rahmenbedingungen analysieren Da körperliches Training allein oft nicht ausreicht, um das individuelle Leistungspotenzial eines Sportlers bzw. einer Sportlerin auszuschöpfen, rücken mentale Komponenten wie Konzentration, Stressbewältigung oder Umgang mit Erfolgsdruck, Niederlagen und Verletzungen in den Blickpunkt. Bevor Sportpsychologen und -psychologinnen Interventionsmaßnahmen ergreifen, untersuchen sie die individuelle Ausgangssituation genau: die bisherigen sportlichen Leistungsprozesse, die individuelle persönliche Situation, eventuelle Einschränkungen oder Krankheiten oder den aktuellen "Teamspirit". Sie führen Gespräche mit den Sportlern und Sportlerinnen sowie den Personen in ihrem persönlichen, sportlichen und medizinischen Umfeld, werten Befunde und weitere Aufzeichnungen aus, z.B. Leistungskurven. Die Auswertungen berücksichtigen sie, um die Ausgangslage zu definieren. Zudem führen sie eigene psychologische Tests und Beobachtungen durch, z.B. zu vorliegenden Gewohnheiten, Persönlichkeitsmerkmalen oder Teamprozessen. In dieser psychologischen Analyse identifizieren sie mögliche persönliche oder soziale Schwachpunkte bzw. Konflikte sowie Stärken. Aufbauend auf dieser identifizierten Ausgangssituation entwickeln sie ihre Beratungs- bzw. Therapiekonzepte und leiten Maßnahmen ein. Mentale Stärke aufbauen und optimieren Im Bereich Coaching und Training gestalten sie auf Basis einer sportpsychologischen Diagnose z.B. Trainingseinheiten, um die mentalen Faktoren, welche die körperliche Leistung im speziellen Fall beeinträchtigen, zu eliminieren. Durch den individuell zugeschnittenen Einsatz psychologischer Trainingsmethoden wie z.B. Entspannungstechniken, Konzentrationsübungen oder Wahrnehmungsschulungen helfen sie Sportlern und Sportlerinnen etwa, unter Druck konzentriert zu bleiben, Selbstvertrauen aufzubauen oder schwierige Bewegungsabläufe zu erlernen bzw. zu optimieren. Wenn sie Teams betreuen, dann analysieren und bearbeiten sie z.B. soziale Konflikte in der Mannschaft, führen teambildende Maßnahmen durch oder beraten den Trainer/die Trainerin hinsichtlich psychologischer Aspekte der jeweiligen Situation oder des Trainings. Auch die sportpsychologische Aus- und Weiterbildung von Trainern und Übungsleitern gehört zu ihren Aufgaben. In der Rehabilitation begleiten Sportpsychologen und -psychologinnen verletzte Sportler/innen beim Genesungsprozess und helfen ihnen mit einem psychologischen Aufbautraining, schnell wieder an die alte Leistungsfähigkeit anzuknüpfen. Sie unterstützen die Rehabilitanden z.B. dabei, ihre Verletzung mental zu verarbeiten, sich zu motivieren und sich realistische Ziele zu setzen. Die einzelnen Maßnahmen und deren Ergebnisse dokumentieren sie und überprüfen deren Wirksamkeit. Psychologische Forschung und Lehre In der wissenschaftlichen Forschung analysieren und interpretieren Sportpsychologen und -psychologinnen das menschliche Verhalten und Erleben im Sport und veröffentlichen Forschungsergebnisse. An Universitätskliniken führen sie Studien durch und verfassen Forschungsberichte. An Hochschulen unterrichten sie Studierende, bereiten Vorlesungen und Seminare vor, korrigieren schriftliche Arbeiten und nehmen Prüfungen ab. Eigenständige wissenschaftliche Tätigkeiten eröffnen sich i.d.R. erst nach einem Masterstudium und einer Promotion .

Ausbildung & Zugang

Zugangsvoraussetzungen5
  • Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Sportwissenschaft oder Psychologie
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium
  • Bei dualen Studiengängen i.d.R. Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit geeignetem Unternehmen (Praxispartner)
  • Ggf. Englischkenntnisse

Passende Studiengänge5

Studienangebote

Sport Lehramt an Gymnasien
Universität Marburg
MarburgUni
Sportwissenschaft Bachelor
Humboldt-Universität zu Berlin
BerlinUni
Sportpsychologie Master of Science
BSP Business and Law School
BerlinFH
Angewandte Sportpsychologie Master of Arts, 120 LP
Universität Halle-Wittenberg
Halle (Saale)Uni
Sportpsychologie Master of Science
IST-Hochschule für Management
DüsseldorfFH
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Häufige Fragen

Was macht ein/e Sportpsychologie (Master)?

Sportpsychologen und Sportpsychologinnen untersuchen sportliche Leistungsprozesse, bewerten Untersuchungsergebnisse und suchen nach Optimierungsmöglichkeiten und Entwicklungspotenzialen.

Was verdient ein/e Sportpsychologie (Master)?

Als Sportpsychologie (Master) liegt das Gehalt in Deutschland typischerweise bei 5.102 € brutto im Monat. Die meisten verdienen zwischen 3.983 € und 6.190 € brutto im Monat.

Welche Voraussetzungen braucht man für den Beruf Sportpsychologie (Master)?

Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Sportwissenschaft oder Psychologie vorausgesetzt. Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B.

Wie sind die Berufsaussichten als Sportpsychologie (Master)?

Die Berufsaussichten als Sportpsychologie (Master) sind gut.

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