Umwelttechnik (Bachelor) – Arbeitsumfeld
Studium

Umwelttechnik (Bachelor)

Auch bekannt als: Ingenieur/in - Umweltschutz/Umwelttechnik · Umweltingenieur/in · Environmental engineer (m/f)

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Büro- und Besprechungsräumen · im Freien, z.B. auf Baustellen, Mülldeponien oder in Abwasserreinigungsanlagen · in Labors · in Maschinenräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer3-4 Jahre
Studiengänge153

Über den Beruf

Ingenieure und Ingenieurinnen für Umweltschutz und Umwelttechnik erstellen z.B. Sanierungskonzepte für belastete Gewässer und Böden und helfen mit, Anlagen hierfür zu verbessern. Sie arbeiten Konzepte aus, um den Energie- und Wasserverbrauch und den Einsatz von problematischen Stoffen in Bezug auf Kosten und Umweltbelastung zu reduzieren. In der Betriebs- und Anlagenüberwachung arbeiten sie auch mit, achten auf den Immissionsschutz, stellen die ordnungsgemäße Entsorgung von Abfällen sicher und erstellen technische Unterlagen wie Prozessbeschreibungen. Um den Ist-Zustand zu erfassen, führen sie Messungen durch. Sie messen z.B. Schallpegel, nehmen Boden- und Wasserproben und lassen sie in Speziallabors untersuchen. Anschließend interpretieren sie die Ergebnisse und erarbeiten Vorschläge z.B. für saubere Gewässer und weniger Lärmbelastung.

Ausführliche Beschreibung lesen

Worum geht es? Ingenieure und Ingenieurinnen für Umweltschutz und Umwelttechnik planen, entwickeln und überwachen technische Verfahren und Maßnahmen zum Schutz der Umwelt und des Menschen vor Schadstoffen, Lärm und anderen negativen Einflüssen. Fachleute für die Umwelt Ingenieure und Ingenieurinnen für Umweltschutz und Umwelttechnik gestalten die Ressourcennutzung so, dass die Natur nicht nachhaltig geschädigt wird und die Ressourcen sich nicht erschöpfen. Auf der anderen Seite muss die wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit von Unternehmen - auch im globalen Umfeld - gewährleistet sein. Die Ingenieure und Ingenieurinnen finden hier Kompromisse und sorgen für die Einhaltung der gesetzlichen Regelungen, die z.B. im Bundesimmissionsschutzgesetz, im Kreislaufwirtschafts-, Wasserhaushalts- und Abwasserabgabengesetz sowie in der Strahlenschutzverordnung festgeschrieben sind. Sie erkennen und bewerten potenzielle und vorhandene Umweltschäden, wählen oder entwickeln Methoden zu deren Vermeidung und Behebung. Hierfür entwerfen sie technische Anlagen und Apparaturen, die sie ggf. selbst bauen und einsetzen oder betreiben und kontrollieren. Messen und beurteilen Ein Schwerpunkt der Arbeit von Ingenieuren und Ingenieurinnen für Umweltschutz und Umwelttechnik liegt in der Messung und Beurteilung von Schadstoffen und Radioaktivität in der Luft, in Klärschlamm, im Abwasser und Boden. Dazu messen sie die Werte vor Ort oder nehmen Proben, die dann im Labor analysiert werden. Sie konzipieren Messprogramme, werten Messungen umweltrelevanter Parameter (z.B. Lärmpegel, Strahlungsdosis) aus, beurteilen diese unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften und ökologischen Zusammenhänge und erarbeiten Konzepte zur Minimierung dieser Belastungen. Umweltverträglichkeit in allen Bereichen Beispielsweise entwickeln die Ingenieure und Ingenieurinnen Maßnahmen in den Bereichen Gewässerschutz oder Brand- und Explosionsschutz in Kraftwerken und koordinieren die Umsetzung der Maßnahmen. Auch für die Entwicklung, Planung, Herstellung und Betriebsüberwachung von Einrichtungen zum Strahlenschutz oder der Luftreinhaltung können sie zuständig sein. In Kliniken kümmern sie sich um die Überwachung von Hygienemaßnahmen und den Betrieb der entsprechenden Anlagen. Sie implementieren in Unternehmen Umweltmanagementsysteme und führen Umweltaudits durch, wirken bei Umweltverträglichkeitsprüfungen mit und stellen Ökobilanzen bzw. Lebenszyklusanalysen (Life Cycle Assessment) auf. Dabei untersuchen sie die Umweltauswirkungen eines Produktes während des gesamten Lebenswegs, von der Herstellung über die Nutzung bis hin zur Entsorgung. Auf diese Weise stellen sie fest, ob durch Änderungen im Produktionsverfahren die Umweltbelastung gesenkt werden kann und zeigen Verbesserungsmöglichkeiten auf. Des Weiteren nehmen sie bei Genehmigungsverfahren Prüfaufgaben für Behörden oder den Antragsteller wahr oder beraten Firmen, beispielsweise beim Umweltaudit. Von Maschinenbau bis öffentlicher Dienst Wegen der hohen Bedeutung des Umweltmarktes für die Industrie werden die Ingenieure und Ingenieurinnen auch in Konstruktions- und Fertigungsabteilungen größerer Betriebe der Anlagen- und Maschinenbauindustrie eingesetzt, damit bereits bei der Entwicklung und Fertigung von Anlagen umweltrelevante Aspekte berücksichtigt werden. Schwerpunkte können hierbei die Abfallvermeidung, -entsorgung und Reststoffwiederverwertung oder die Einführung abwasser- und emissionsarmer Produktionsverfahren sein. Weitere Tätigkeitsfelder eröffnen sich im Bereich der regenerativen Energien, z.B. bei der Entwicklung von Biogasanlagen, oder in der energetischen Gebäudeoptimierung. Im öffentlichen Dienst vollziehen die Ingenieure und Ingenieurinnen das Abfallrecht, erarbeiten Stellungnahmen in baurechtlichen und immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren oder beraten Gewerbebetriebe in Fragen der Abfallbehandlung und -verwertung. Darüber hinaus übernehmen sie landschaftliche Planungsaufgaben, z.B. die Projektierung von Kompensationsflächen, die bei Eingriffen in Natur und Landschaft gleichwertigen Ausgleich bzw. Ersatz schaffen sollen. Wenn sie in der Verbands- und Öffentlichkeitsarbeit tätig sind, erstellen sie Informationsmaterialien und informieren im Rahmen von Vorträgen und Reden z.B. über Techniken zur Energieeinsparung oder über umweltfreundliche Produktionsprozesse.

Ausbildung & Zugang

BerufstypGrundständiges Studium
AusbildungsartUniversität, Fachhochschule, Berufsakademie
Dauer3-4 Jahre
Zugangsvoraussetzungen5
  • Hochschulreife oder Fachhochschulreife
  • Oder als gleichwertig anerkanntes Zeugnis des Bundeslandes, z.B. vom Kultusministerium
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Bei dualem Studium i.d.R. Ausbildungs-, Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit einem geeigneten Unternehmen als Praxispartner
  • Ggf. Englischkenntnisse

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Studienangebote

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Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was macht ein/e Umwelttechnik (Bachelor)?

Ingenieure und Ingenieurinnen für Umweltschutz und Umwelttechnik erstellen z.B. Sanierungskonzepte für belastete Gewässer und Böden und helfen mit, Anlagen hierfür zu verbessern.

Was verdient ein/e Umwelttechnik (Bachelor)?

Als Umwelttechnik (Bachelor) liegt das Gehalt in Deutschland typischerweise bei 4.982 € brutto im Monat. Die meisten verdienen zwischen 4.094 € und 6.126 € brutto im Monat.

Wie lange dauert das Studium zum/zur Umwelttechnik (Bachelor)?

Das Studium zum/zur Umwelttechnik (Bachelor) dauert 3-4 Jahre.

Welche Voraussetzungen braucht man für den Beruf Umwelttechnik (Bachelor)?

Voraussetzung für das Studium. an Universitäten und gleichgestellten Hochschulen : die allgemeine oder ggf. die fachgebundene Hochschulreife . an Fachhochschulen und Berufsakademien : mindestens die Fachhochschulreife . oder. ein von der zuständigen Stelle des Bundeslandes (z.B.

Welche Schulfächer sind wichtig für Umwelttechnik (Bachelor)?

Wichtige Schulfächer für angehende Umwelttechnik (Bachelor): Mathematik (um die grundlegenden Voraussetzungen für ein Ingenieurstudium mitzubringen), Physik, Chemie, Biologie (um das vorausgesetzte Verständnis für chemische Prozesse und naturwissenschaftliche Arbeitsweisen vorzuweisen), Englisch (um Fachliteratur lesen und verstehen zu können sowie Texte auf Englisch zu verfassen).

Wie sind die Berufsaussichten als Umwelttechnik (Bachelor)?

Die Berufsaussichten als Umwelttechnik (Bachelor) sind ausgeglichen. Derzeit sind rund 1.707 Stellen ausgeschrieben.

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