Wirtschaftspsychologie (Bachelor) – Arbeitsumfeld
Studium

Wirtschaftspsychologie (Bachelor)

Auch bekannt als: Wirtschaftspsychologe/-psychologin · Business psychologist (m/f)

BerufsfeldGesundheit & Medizin
Arbeitsortein Büros und Besprechungszimmern · in Seminar- und Schulungsräumen · in Hörsälen oder Unterrichtsräumen (bei Lehrtätigkeit)
Dauer3-4 Jahre
Studiengänge99

Über den Beruf

Wirtschaftspsychologen und Wirtschaftspsychologinnen wenden psychologisches Wissen auf wirtschaftliche Fragen an. Sie entwickeln Marktforschungsprojekte, untersuchen das Konsumverhalten von Zielgruppen und passen Marketing- und Vertriebsmaßnahmen an. Im Personalwesen untersuchen sie Abläufe und Strukturen und schlagen Optimierungen und Veränderungsprozesse für bspw. Personalauswahl- und Recruitingsysteme oder für Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen vor. In der Erwachsenenbildung und der Sozialberatung erklären sie zudem psychologische Wirkmechanismen und regen zum kritischen Hinterfragen von Konsum,- Werbe- und Verkaufspsychologie an. In der Forschung untersuchen Wirtschaftspsychologen und Wirtschaftspsychologinnen z.B. das Verhalten von Menschen im wirtschaftlichen Umfeld, veröffentlichen Forschungsergebnisse und unterrichten an Hochschulen . Eigenständige wissenschaftliche Tätigkeiten erfordern i.d.R. ein abgeschlossenes Masterstudium und eine Promotion .

Ausführliche Beschreibung lesen

Worum geht es? Wirtschaftspsychologen und -psychologinnen untersuchen Verhaltensmuster von wirtschaftlich handelnden Gruppen, etwa Haushalten, Verbrauchern, Unternehmen oder Führungskräften, schlagen Maßnahmen vor und erstellen Konzepte. Unternehmensabläufe analysieren Die Arbeitsfelder der Wirtschaftspsychologie sind vielfältig: Betriebliche Organisation, Personalwesen, Marketing, Management und Beratung zählen dazu. Wenn Effizienz und Akzeptanz der Unternehmenskommunikation erhöht, Führungsverhalten optimiert, Mitarbeiter/innen anforderungsorientiert weitergebildet, auf eine bevorstehende Veränderung oder einen Strukturwandel vorbereitet werden sollen, entwickeln Wirtschaftspsychologen und -psychologinnen die erforderlichen Maßnahmen. Egal ob sie in einem Unternehmen angestellt sind oder freiberuflich Beratungskunden coachen, immer ist sorgfältiges Analysieren einer vorliegenden Situation und eines bestimmten Handelns mit seinen Auswirkungen auf die Arbeitsergebnisse grundlegend. Personal akquirieren oder Bedürfnisse analysieren Da Wissensmanagement immer mehr an Bedeutung gewinnt, versuchen Wirtschaftspsychologen und -psychologinnen z.B. durch geeignete Personalmaßnahmen das Mitarbeiterpotenzial optimal zu nutzen und auszubauen. Dazu müssen sie einerseits in Erfahrung bringen, welche Arten von Anforderungen am jeweiligen Arbeitsplatz gestellt werden, und andererseits, welches Wissen die Mitarbeiter/innen aktuell besitzen und welches Entwicklungspotenzial vorhanden ist. Daher erheben sie Anforderungs- und Potenzialanalysen. Darauf aufbauend schlagen sie Personalentwicklungsmaßnahmen vor, etwa Fort- und Weiterbildungen, und organisieren diese ggf. auch selbst. Unter Umständen raten sie auch zu betrieblichen Umstrukturierungen, verbesserten Arbeitsabläufen oder personellen Veränderungen. Auch bei der Suche nach neuen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, dem so genannten Recruiting, achten sie darauf, die Eignung von Bewerbern und Bewerberinnen für das jeweilige Einsatzgebiet genau zu beurteilen. Warum wird das neue Herrendeodorant nur von Damen gekauft? Wirkt der Fernsehspot für den neuen Sportwagen auf die geplante Zielgruppe? Wie kann der Absatz der koffeinfreien Kaffeesorte bei der Zielgruppe der unter 20-jährigen um mindestens 5 Prozent erhöht werden? Mit solchen Fragen beschäftigen sich Wirtschaftspsychologen und -psychologinnen in Marktforschung und Marketing. Sie konzipieren Fragebögen, leiten die Konsumentenbeobachtung oder empfehlen Marketingmaßnahmen. Psychologische Forschung und Lehre Wirtschaftspsychologen und -psychologinnen können darüber hinaus in der psychologischen Forschung und Lehre arbeiten, beispielsweise an Universitätskliniken. Dort führen sie Studien durch, analysieren und interpretieren das subjektive Erleben und das Verhalten von Menschen im ökonomischen Umfeld sowie in sozialen Zusammenhängen, verfassen Forschungsberichte, halten Vorlesungen und Seminare ab und sind für die Abnahme von Prüfungen zuständig. Für wissenschaftliche Tätigkeiten benötigen sie ggf. eine Promotion oder eine Habilitation.

Ausbildung & Zugang

BerufstypGrundständiges Studium
AusbildungsartUniversität, Fachhochschule
Dauer3-4 Jahre
Zugangsvoraussetzungen5
  • Hochschulreife, ggf. fachgebundene Hochschulreife, oder Fachhochschulreife
  • Oder ein als gleichwertig anerkanntes Zeugnis, z.B. vom Kultusministerium
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Bei dualen Studiengängen i.d.R. Ausbildungs-, Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit einem geeigneten Unternehmen (Praxispartner)
  • Ggf. Englischkenntnisse

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Studienangebote

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Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was macht ein/e Wirtschaftspsychologie (Bachelor)?

Wirtschaftspsychologen und Wirtschaftspsychologinnen wenden psychologisches Wissen auf wirtschaftliche Fragen an. Sie entwickeln Marktforschungsprojekte, untersuchen das Konsumverhalten von Zielgruppen und passen Marketing- und Vertriebsmaßnahmen an.

Was verdient ein/e Wirtschaftspsychologie (Bachelor)?

Als Wirtschaftspsychologie (Bachelor) liegt das Gehalt in Deutschland typischerweise bei 5.102 € brutto im Monat. Die meisten verdienen zwischen 3.983 € und 6.190 € brutto im Monat.

Wie lange dauert das Studium zum/zur Wirtschaftspsychologie (Bachelor)?

Das Studium zum/zur Wirtschaftspsychologie (Bachelor) dauert 3-4 Jahre.

Welche Voraussetzungen braucht man für den Beruf Wirtschaftspsychologie (Bachelor)?

Voraussetzung für das Studium. an Universitäten und gleichgestellten Hochschulen : die allgemeine oder ggf. die fachgebundene Hochschulreife . an Fachhochschulen : mindestens die Fachhochschulreife . oder. ein von der zuständigen Stelle des Bundeslandes (z.B.

Welche Schulfächer sind wichtig für Wirtschaftspsychologie (Bachelor)?

Wichtige Schulfächer für angehende Wirtschaftspsychologie (Bachelor): Mathematik (um statistische Erhebungen konzipieren, durchführen und auswerten zu können), Wirtschaft/Recht (für für betriebs- und volkswirtschaftliche Studieninhalte), Biologie (um den Einstieg in naturwissenschaftliche Studieninhalte zu erleichtern), Englisch (um Fachliteratur zu lesen und Referate zu halten).

Wie sind die Berufsaussichten als Wirtschaftspsychologie (Bachelor)?

Die Berufsaussichten als Wirtschaftspsychologie (Bachelor) sind gut. Derzeit sind rund 162 Stellen ausgeschrieben.

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