Agrarbiologie (Bachelor) – Arbeitsumfeld
Studium

Agrarbiologie (Bachelor)

Auch bekannt als: Agrarbiologe/-biologin · Agricultural scientist (m/f) · Agriculturist (m/f)

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Labors · in Büro- und Besprechungsräumen · im Freien, z.B. auf landwirtschaftlichen Versuchsflächen · in Tierställen · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer3-4 Jahre
Studiengänge9

Über den Beruf

Agrarbiologen und Agrarbiologinnen untersuchen Böden, Pflanzen und Tiere, um Landwirtschaft und Umwelt besser miteinander zu verbinden. Sie analysieren Nähr- und Schadstoffe, prüfen die Wirksamkeit und Umweltverträglichkeit von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln und begleiten gentechnische Versuche wissenschaftlich. Auf Basis ihrer Messungen erstellen sie ökologische Gutachten, entwickeln Konzepte zur Abfall- und Abwasserbehandlung oder planen Programme zur Tierseuchenbekämpfung. In der Forschung kartieren sie Flora und Fauna, werten Daten mit Geoinformationssystemen aus und veröffentlichen Studien. In Zusammenarbeit mit landwirtschaftlichen Betrieben beraten sie zu artgerechter Tierhaltung, resistenten Sorten oder nachhaltigen Anbauverfahren. Dabei fließen rechtliche und ethische Fragen ebenso ein wie moderne Methoden aus Biotechnologie und Mikrobiologie. Ziel ist es, Erträge zu sichern, Ressourcen zu schonen und die Qualität landwirtschaftlicher Produkte dauerhaft zu verbessern.

Original-Beschreibung (nur zur Prüfung)

Agrarbiologen und Agrarbiologinnen arbeiten in verschiedenen Bereichen. Sie untersuchen Nähr- und Schadstoffe sowie pflanzliche und tierische Produkte. Sie beraten landwirtschaftliche Betriebe in Fragen der Pflanzen- und Tierzucht und erstellen ökologische Gutachten. In der chemisch-pharmazeutischen Industrie entwickeln sie Dünge- und Pflanzenschutzmittel und prüfen deren Umweltverträglichkeit. In der Forschung analysieren sie z.B. landwirtschaftliche Produktionsmethoden, führen Studien durch und veröffentlichen ihre Ergebnisse. In allen Aufgabenbereichen geht es darum, die Qualität der landwirtschaftlichen Produkte zu verbessern und dabei schonend mit Ressourcen wie Wasser, Luft und Boden umzugehen.

Ausführliche Beschreibung lesen

Worum geht es? Agrarbiologen und -biologinnen untersuchen, analysieren und bewerten die Auswirkungen landwirtschaftlicher Produktion auf Organismus und Umwelt und erarbeiten Konzepte zur Verbesserung von Produktionsbedingungen und -methoden. Studien für Landwirtschaft und Umwelt Im Agrarsektor untersuchen Agrarbiologen und -biologinnen z.B. die Umweltverträglichkeit von Pflanzenschutzmitteln oder die Auswirkungen von gen- und biotechnologischen Verfahren oder Schadstoffen auf Pflanzen und Tiere. Sie befassen sich mit artgerechter Tierhaltung oder Bioindikation. Bioindikatoren reagieren in wahrnehmbarer Weise auf Umweltbelastungen. Ihr Vorkommen oder Fehlen erlaubt Rückschlüsse auf die Eigenschaften des jeweiligen Standortes. Auf dem Gebiet der Umweltsicherung steht das Abwenden von negativen Auswirkungen der landwirtschaftlichen Produktion im Mittelpunkt. Dazu führen Agrarbiologen und -biologinnen Umweltprogramme durch, die zum Beispiel Verträglichkeitsprüfungen, Boden-, Wasser- und Luftanalysen, umweltrechtliche und landesplanerische Studien beinhalten. Agrarbiologen und -biologinnen berücksichtigen bei ihrer Arbeit die neuesten Erkenntnisse aus der Ökologie und Biotechnologie und beziehen auch rechtliche und ethische Fragen (z.B. bei der Tierhaltung oder in Fragen der Gentechnik) mit ein. Für Führungspositionen wird häufig ein Masterstudium vorausgesetzt. Wissenschaftliche Forschung und Lehre In den Bereichen Forschung und Entwicklung in der chemischen, pharmazeutischen, biotechnologischen und Lebensmittelindustrie bzw. an Hochschulen oder Forschungseinrichtungen befassen sie sich z.B. mit der Entwicklung und Anwendung neuer Produkte, führen gentechnische Feldversuche durch, z.B. in der Pflanzenproduktion. Sie veröffentlichen die Forschungsergebnisse und machen sie so anderen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen sowie Studierenden zugänglich. Die Agrarbiologie steht in enger Beziehung zu anderen natur- und agrarwissenschaftlichen Disziplinen wie zum Beispiel Fischereibiologie und Gewässerkunde, Mikrobiologie , Toxikologie oder Tiermedizin. Agrarbiologen und -biologinnen pflegen daher den Gedankenaustausch und die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Vertretern anderer Fachdisziplinen. Auf Tagungen und Kongressen referieren sie über Erkenntnisse. Sie halten Vorlesungen und Seminare, betreuen wissenschaftliche Arbeiten und nehmen Prüfungen ab. Für eigenständige wissenschaftliche Tätigkeiten sind i.d.R. ein Masterstudium und eine Promotion erforderlich.

Ausbildung & Zugang

BerufstypGrundständiges Studium
AusbildungsartUniversität
Dauer3-4 Jahre
Zugangsvoraussetzungen2
  • Allgemeine oder ggf. fachgebundene Hochschulreife oder als gleichwertig anerkanntes Zeugnis
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren

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Kleve, NiederrheinFH
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Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Agrarbiologe/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.728 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung und Region kannst du zwischen 3.586 € und 5.924 € verdienen.

Welche Schulfächer sind wichtig für Agrarbiologie?

Wichtige Schulfächer sind Physik, Chemie, Biologie, Mathematik, Englisch und Latein. Diese Fächer helfen, naturwissenschaftliche Zusammenhänge zu verstehen und Fachliteratur zu lesen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Agrarbiologe/in?

Agrarbiologen und -biologinnen tragen Verantwortung für die Einhaltung von Hygiene- und Sicherheitsbestimmungen. Sie arbeiten präzise, oft mit chemischen Lösungen und technischen Geräten. Schutzkleidung ist in vielen Situationen erforderlich, besonders bei Laborarbeiten.

Welche digitalen Skills braucht man als Agrarbiologe/in?

Digitale Fähigkeiten sind wichtig, um ökologische Gutachten zu erstellen und biotechnologische Versuche zu überwachen. Dazu gehören der Umgang mit Geoinformationssystemen, Laborinformationssystemen und der Einsatz von Drohnentechnik.

Wie sind die Berufsaussichten als Agrarbiologe/in?

Die Berufsaussichten als Agrarbiologe/in sind eher schwierig. Die Beschäftigung wächst bis 2040, jedoch ist der Fachkräftemangel gering. Zudem sind weniger Altersabgänge als in anderen Berufen zu erwarten, was die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040 steigen lässt.

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