Ingenieur/Ingenieurin für Materialwissenschaften – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Ingenieur/Ingenieurin für Materialwissenschaften

Auch bekannt als: Materialingenieur/in · Materialwissenschaftler/in · Materials engineer (m/f)

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Büroräumen · in Produktionshallen · in Labors · in Besprechungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Offene Stellen117

Über den Beruf

Ingenieure und Ingenieurinnen der Materialwissenschaften stellen feste Stoffe her, analysieren und prüfen sie. Diese Materialien kommen in Technik, Wissenschaft oder Alltag zum Einsatz. Meist handelt es sich um Funktionswerkstoffe aus Metallen, Halbleitern , Keramiken oder Polymeren . Sie erforschen und entwickeln High-Tech-Materialien und Bauteile, wie z.B. Kristalle, Nanobeschichtungen und spezielle Verbindungstechniken. Dafür führen sie Versuche und Materialprüfungen mit verschiedenen Methoden durch. Sie planen und leiten Produktionsprozesse, entwerfen Anlagen, verbessern Verfahren und sichern die Qualität. Sie bearbeiten auch Patentfragen und verkaufen Produkte im technischen Vertrieb.

Ausführliche Beschreibung lesen

Worum geht es? Ingenieure und Ingenieurinnen der Materialwissenschaften entwickeln Materialien und Werkstoffe, führen Versuchsreihen und Materialprüfungen durch, planen und leiten Produktionsprozesse. Daneben sind sie in der Qualitätssicherung oder im technischen Vertrieb tätig. Innovative Materialien entwickeln Für die Medizintechnik entwickeln Ingenieure und Ingenieurinnen der Materialwissenschaften beispielsweise Materialien, die als Ersatz von Organteilen oder Gelenken verwendet werden, wie etwa für künstliche Herzklappen oder Hüftgelenke. Bei künstlichen Organen kommt es darauf an, dass sie möglichst viele der ursprünglichen Organfunktionen übernehmen können und vom Körper nicht abgestoßen werden. Dazu untersuchen die Ingenieure und Ingenieurinnen zunächst die chemischen und physikalischen Eigenschaften verschiedenster Stoffe, um Materialien zu entwickeln, die dem natürlichen Material möglichst nahe kommen. Nicht nur in der Medizintechnik dient bei der Entwicklung neuer Materialien die Natur als Vorbild. So werden etwa haftende Materialien entwickelt, die der Struktur von Insektenfüßen nachempfunden sind. Weitere Entwicklungen in den Materialwissenschaften sind etwa atmungsaktive, wasserabweisende Beschichtungen, wie sie für Outdoor-Bekleidung genutzt werden, oder Sonnenbrillen, die sich der Stärke des Lichteinfalls anpassen. Ingenieure und Ingenieurinnen der Materialwissenschaften sind damit beschäftigt, Materialien ständig zu verbessern und kostengünstige, energiesparende, ungiftige oder umweltfreundliche Alternativen für bestehende Materialien und Produktionsabläufe zu entwickeln. Ziel kann etwa sein, Materialien wie Treibstoff oder Kunststoff aus nachwachsenden Rohstoffen herzustellen. Aussehen und Struktur der neuen Materialien modellieren sie zunächst am Computer, auch das Verhalten des Materials testen sie in Computer-Simulationen. Je nach geplantem Einsatz untersuchen sie beispielsweise, wie sich das Material unter Belastungen oder im Kontakt mit Feuer und Wasser verhält. Weitere Einsatzmöglichkeiten Im Bereich Produktionsplanung und -steuerung leiten die Ingenieure und Ingenieurinnen Produktionsprozesse, optimieren Fertigungsverfahren und Produktionsabläufe und sichern die Qualität der erzeugten Materialien. Im technischen Vertrieb beraten sie Kunden. Neben der Entwicklung und Herstellung von Materialien führen Ingenieure und Ingenieurinnen der Materialwissenschaften auch Materialprüfungen durchzuführen, etwa vor der Zulassung neuer Produkte. Sie arbeiten dabei z.B. in Materialprüfämtern sowie bei technischen Überwachungsvereinen. Im Patent- und Markenamt sind sie an Patentprüfungen beteiligt. Ebenso können sie als Gutachter/innen oder Sachverständige tätig sein.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für den Einstieg wird ein abgeschlossenes grundständiges Studium in Materialwissenschaft oder Werkstoffwissenschaft, -technik erwartet. Für Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben ist meist ein Masterstudium erforderlich. In Wissenschaft und Forschung werden häufig eine Promotion, je nach Fachrichtung z.B. mit dem Zusatz Dr. phil., oder eine Habilitation vorausgesetzt.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was macht ein/e Ingenieur/Ingenieurin für Materialwissenschaften?

Ingenieure und Ingenieurinnen der Materialwissenschaften stellen feste Stoffe her, analysieren und prüfen sie. Diese Materialien kommen in Technik, Wissenschaft oder Alltag zum Einsatz. Meist handelt es sich um Funktionswerkstoffe aus Metallen, Halbleitern , Keramiken oder Polymeren .

Was verdient ein/e Ingenieur/Ingenieurin für Materialwissenschaften?

Als Ingenieur/Ingenieurin für Materialwissenschaften liegt das Gehalt in Deutschland typischerweise bei 6.503 € brutto im Monat.

Wie sind die Berufsaussichten als Ingenieur/Ingenieurin für Materialwissenschaften?

Die Berufsaussichten als Ingenieur/Ingenieurin für Materialwissenschaften sind gut. Derzeit sind rund 121 Stellen ausgeschrieben.

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